Aigen-Schlägler Autorin entdeckte bei Recherchen für neues Buch eine unerwartete Verbindung
AIGEN-SCHLÄGL. Das zehnte Buch „Die Dachgeber“ der Aigen-Schlägler Autorin Isabella Maria Kern hat einen ernsten Hintergrund, brachte aber auch eine unerwartete Verbindung ans Licht. Von 19. bis 22. März ist sie damit zu Gast auf der Leipziger Buchmesse.

„Die Geschichte meines Onkels, der aus russischer Gefangenschaft zu Fuß nach Oberösterreich floh, hat mich zu diesem Roman inspiriert. Hermine, meine Protagonistin, steht stellvertretend für viele Waisenkinder und Frauen, die im und nach dem Zweiten Weltkrieg ein schweres Los hatten. Ich denke, dieser Krieg hat in jeder Familie Spuren hinterlassen und wir sollten uns hüten, uns von wenigen machtgierigen Menschen als Werkzeuge benutzen zu lassen. Es ist ein Buch gegen das Vergessen und gleichzeitig voller Hoffnung“, meint die Autorin.
Verwandt mit Marlen Haushofer
Im Zuge der Nachforschungen über ihren Großvater Max Leitner, der sich politisch in der Linzer Landesregierung gegen das NS-Regime engagierte und deshalb 1938 zu Tode kam, erfuhr Kern, dass die bekannte österreichische Schriftstellerin Marlen Haushofer die Großcousine ihres Vaters war. Schon vor ihrer Deutsch-Matura hatte sie sich mit Haushofers Roman „Die Wand“ intensiv auseinandergesetzt und war eine große Bewunderin der Autorin, die als eine der ersten Feministinnen der 1960er Jahre galt.
„Ich hoffe, dass ich die Gene von Marlen Haushofer geerbt habe“, lacht Isabella Maria Kern. Und eines sei schon verraten: das elfte Buch ist in Arbeit und wird ihr erster humorvoller Roman.


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