„Komm, schreib deine Geschichte auf“: Papa machte Mut zum ersten Buch
ALTENFELDEN/WIEN. Dass Christina Jung ihr erstes Buch in den Händen hält, ist auch ihrem Papa zu verdanken. Der viel zu früh verstorbenen Altenfeldner Volksschuldirektor Reinhard Lehner war Inspiration und Impulsgeber zugleich. Er gab seiner Tochter den entscheidenden Schubs, ihre Geschichte aufzuschreiben.

Manche Geschichten wollen einfach erzählt werden. Vielleicht war es auch so mit „Salana“, dem magischen Einhorn, das von dem Mädchen Tami und seinen Gefährten in die sichere Heimat zurückgebracht werden muss. Die aus Altenfelden stammende Autorin Christina Jung war schon als Kind von Fantasy begeistert: Damals las die heute 51-Jährige mit ihrem Vater Reinhard Lehner leidenschaftlich gerne Geschichten aus diesem Genre, sah Filme und wollte auch selbst ein Buch schreiben. Später sammelte sie ihre Gedanken über Jahre in der Notizfunktion ihres Smartphones. Bis ihr Vater Reinhard Lehner schließlich meinte: „Komm, schreib deine Geschichte auf.“ Er setzte sie damit quasi an den Laptop. An diesem Wochenende entstanden die ersten beiden Kapitel. Das ist mittlerweile 14 Jahre her, danach blieb es lange bei diesem Anfang. Erst später arbeitete die in Wien lebende Psychologin, Coach und Trainerin (Kolibri-Coaching) wieder bewusst an ihrem Debütroman weiter. Ihr ursprünglicher Plan, eine Stunde am Tag zu schreiben, ging nicht auf. „Ich musste eintauchen in diese Fantasy-Welt, dorthin reisen. Das geht nicht für eine kurze Zeit.“ Deshalb nahm sie sich an Wochenenden ganze Schreibauszeiten.Bis aus dem fertigen Manuskript, zu dem Papa Reinhard noch Inputs beisteuern konnte, schließlich ein druckfrisches Buch wurde, dauerte es allerdings noch. Die Suche nach einem Verlag erwies sich als schwierig. Doch Ende des vergangenen Jahres war es geschafft: „Es ist wie ein Traum, der lange da war und endlich Wirklichkeit wurde“, freut sich Christina Jung über das fertige Werk, das sie gerade auf Einladung der Bibliothek Altenfelden bei einer Lesung präsentiert hat.
Das Gute muss siegen
Sie hat nicht nur einiges von sich selbst in ihre Figuren und Erzählungen gesteckt, sondern sich für das Fantasie-Land Beleriem auch von ihrer Heimat inspirieren lassen: „Beim Schreiben hatte ich immer das Mühlviertel im Kopf. Da gibt es etwa das Felsengebirge, das für mich als Kind ein magischer Ort war. Den habe ich im Buch verarbeitet“, erzählt die Autorin, die eine spannende Geschichte, bewusst ohne allzu viel Blutvergießen, zu Papier gebracht hat. Es geht um Hoffnung und das Gute im Leben, das sich im Einhorn widerspiegelt. „Ein Einhorn ist für mich durch und durch positiv, eine absolute Lichtgestalt, die man retten muss.“ Damit verbindet Jung auch eine Botschaft: an das Gute zu glauben und dafür einzutreten. Und daran, dass man gemeinsam vieles schaffen kann – selbst, was schier unmöglich erscheint. „Man kann fast alles erreichen, wenn man wirklich will und ein Ziel hat.“
Fortsetzung folgt
Aktuell arbeitet Christina Jung an einer englischen Übersetzung von „Salana“, zu dem es inzwischen auch ein Hörbuch, einen Trailer und vier Songs gibt. Und die Geschichte soll weitergehen: Jung hat ein Konzept für einen zweiten Teil im Kopf, an dem Sohn Nicolas mitschreiben will.








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