Wiederbefüllbare Kaffeekapseln - Eine Alternative für die Umwelt

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Marion Kreßin, Leserartikel, 13.02.2017 23:59 Uhr

Der Verbrauch von Kaffeekapseln ist enorm - allein in Deutschland werden jährlich rund 8 Milliarden Kaffeekapseln verbraucht. Das entspricht einen Müllberg von 7800 Tonnen Aluminium und das allein im Umweltschutzvorreiterland Deutschland.Eine kostspielige Angelegenheit nicht nur auf Kosten der Umwelt sondern auch für den Verbraucher denn ein Kilo Kaffee kostet ihn in Kapselform rund 70 Euro.

 

Aluminiumproduktion ist umweltschädigend

Wir sind heute in Deutschland in eine Vorreiter Rolle was den Umweltschutz angeht, jedoch wäre es umweltfreundlicher den Müll von vornerein zu vermeiden anstatt ihn im Anschluss richtig zu trennen. Die Mehrheit der gängigen Kaffeekapseln besteht aus Aluminium und Plastik. Insbesondere Aluminium ist wegen seiner hohen Umweltbelastung bei der Gewinnung des Rohstoffs ein äußerst umweltschädigender Stoff. Er kommt nicht rein in der Natur vor, sondern ist in dem Erz Bauxit enthalten. Das Aluminium wird mit Hilfe einer Natronlauge erhitzt um das Aluminiumhydroxid freizusetzen das anschließend zu Aluminiumoxid gebrannt wird. Dieses Elektrolyseverfahren erfordert 25 Mal so viel an Energie wie das Glas Herstellungsverfahren und 10 Mal so viel Energie wie das Herstellen von Weißblech. Als Abfallprodukt fällt giftiger Rotschlamm an. Dieser enthält viele Schwermetalle wie Blei, Arsen, Cadmium, Chrom, Quecksilber etc. der nicht weiterverarbeitet werden kann. Dieser wird anschließend entweder in Flüsse geleitet oder wie in Deutschland in Deponien eingelagert. 

 

Rotschlamm Katastrophe in Ungarn

2010 ereignete sich in Ungarn eine verheerende Umweltkatastrophe als der Damm des Deponiebeckens der Firma Maygar Aluminium in Kolontár brach und insgesamt 1,1 Millionen Kubikmeter ätzender Rotschlamm die Umwelt im Umkreis von 40 Quadratkilometer verseuchte. insgesamt wurden 150 Menschen verletzt und 10 Menschen starben.

 

 

Gesundheitsschädigender Stoff

Aluminium steht auch seit längerem unter dem Verdacht Allergien auszulösen, die Fruchtbarkeit einzuschränken und sogar Krebs und Alzheimer zu begünstigen. Die europäische Lebensmittelaufsicht EFSA (Europäern Food Saftey Authority) hat einen Grenzwert für den wöchentlichen Grenzwert aufgestellt, der 1 Milligramm pro Körpergewicht nicht überschreiten sollte. Bei einem durchschnittlich schweren Menschen von 70kg wären das wären das 10 Milligramm täglich.  Dieser Wert kann schnell erreicht werden, denn z.b. in vielen Deos ist Aluminium enthalten auch in Laugengebäck, in Farbstoffen, in Zahnpasta und kann von den Lebensmittelverpackungen auf das Lebensmittel übergehen. Daher sollte der von der EFSA vorgeschriebene Grenzwert nicht auf Dauer überschritten werden.

 

Wiederbefüllbare Kaffeekapseln sind die Alternative

Eine sinnvolle Alternative für Verbraucher und Umwelt sind daher wiederbefüllbare Kaffeekapseln. Sie sparen 14-mal so viel an Energie ein und schonen somit die endlichen Ressourcen und den eigenen Geldbeutel. Hier hat sich in den letzten Jahren viel getan und es gibt verschiedene Ausführungen für die jeweilige Kaffeemaschine. Die Anschaffung von wiederbefüllbaren Kaffeekapseln amortisiert sich schon nach einem Kilo Kaffee! Bei einem Durchschnittspreis von etwa 0,35€ für eine Kapsel fallen bei einer wiederverwertbaren nur bis zu etwa 0,12€ an also weniger als ein Drittel bis Zehntel des Preises.

 

Weitere Vorteile

Auch wenn es zunächst praktisch erscheint eine vorgefüllte Kaffeekapsel zu kaufen überwiegen hier dennoch die Nachteile. Bei einer wiederbefüllbaren Kaffeekapsel kann jeder selber seinen Lieblingskaffee zusammenstellen und aufbrühen.  am Anfang bedarf es etwas Experimentiergeist um die wohlschmeckendste Variante zu entdecken aber das eingesparte Geld und der eingesparte Müll machen diese Entdeckung sicher umso spannender.

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