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Kühl, klar und sauerstoffreich muss das Wasser der Bäche und Flüsse aus dem Böhmerwald sein, damit es den Bachforellen gut geht. Aufmerksame Blicke in die Große Mühl zeigen aber, dass dies nicht mehr garantiert ist.

Für die Bachforelle ist es nicht leicht, geeignete Laichplätze zu finden. Foto: Rostislav Stefanek/Shutterstock.com

Bachforellen sind Kieslaicher, das heißt die Weibchen legen ihren Laich im Spätherbst in eine Kiesgrube, der dort von den Männchen befruchtet wird. In der Großen Mühl einen geeigneten Laichplatz zu finden, dürfte nicht ganz einfach sein, da von Natur aus nur etwa 20 Prozent der Flächen dafür in Frage kommen. Zusätzlich steigt der Druck auf den Lebensraum durch den Klimawandel. Dieser bringt längere Trockenperioden im Sommer mit niedriger Wasserführung und vermehrt Hochwässer im Winter.

Rückzugsorte geschaffen

Fische können dann die ohnehin raren Laichplätze zum Teil nicht mehr nutzen. Umso wichtiger ist es, natürliche Gewässerabschnitte zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Ein Beispiel dafür ist der neue Mühlbach in der Torf Au in Ulrichsberg, der von der önj Haslach mühevoll reaktiviert wurde. Jungfische finden dort geeignete Rückzugsorte.

Wichtig für die Flussperlmuschel

Bachforellen sind wichtige Mitspieler bei der komplizierten Fortpflanzung der vom Aussterben bedrohten Flussperlmuscheln. Die Muschellarven treiben im Wasser und landen so in den Kiemen der Bachforellen. Dort verbringen sie neun Monate, bis sie im Frühling von den Kiemen abfallen und selbstständig im Bachbett überleben können. Dieser Prozess funktioniert bei uns aber nur mit heimischen Bachforellen; Regenbogenforellen etwa stoßen die Muschellarven ab. Seit 2016 läuft ein eigenes Nachzuchtprojekt für Flussperlmuscheln. So soll die Große Mühl fit gemacht werden, um die Auswirkungen des Klimawandels abzupuffern, dass Bachforellen und Flussperlmuscheln auch zukünftig in erfolgreicher Symbiose zusammenleben können.

Verfasserin: Sophie Stelzer

Naturschutzjugend önj Haslach

www.oenj-haslach.at


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