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Für eine Verarbeitung in der Küche ist er natürlich nicht geeignet, der echte Zunderschwamm. Dennoch haben ihn schon die Steinzeitmenschen als wertvolle Hilfe beim „Feuermachen“ und als Rohstoff für die Herstellung von Hüten und anderen Kleidungsstücken verwendet. Sie stellten aus einer lockeren Schicht im Inneren des Pilzes lange Zeit den „Zunder“ her.

Die Zunderschwämme zählen zu den imposantesten heimischen Pilzen. (Foto: Werner Proksch)
  1 / 2   Die Zunderschwämme zählen zu den imposantesten heimischen Pilzen. (Foto: Werner Proksch)

In früheren Zeiten besaß der Zunderschwamm große wirtschaftliche Bedeutung. Vor der Erfindung von Zündhölzern und Feuerzeug war es aufwändig, Feuer zu machen. Mit Funkenschlägen aus Feuerstein brachte man Zunder zum Glimmen. Der Begriff, „das brennt wie Zunder“, ist bis heute erhalten geblieben. Erst mit der Erfindung des Zündholzes, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wurde die Herstellung des Zunders beendet. Der Zunderschwamm war nicht nur ein Hilfsmittel zum Feuermachen, sondern er wurde auch zur Wundbehandlung angewendet.

Biotopbäume entstehen

Zunderschwämme sind im Wald kaum zu übersehen. Die großen grauen Fruchtkörper sind oft schon von weitem zu entdecken. Alte geschwächte Buchen sind oft bis hoch hinauf mit vielen Exemplaren besetzt. Auch auf Birken ist er zu finden, seltener besiedelt er andere Laubbäume wie Ahorn oder Hainbuche. Spechte nutzen das von den Pilzen befallene Holz gern zum Bau ihrer Bruthöhlen. Es entstehen dadurch wertvolle Biotopbäume, die allen Höhlenbrütern als Lebensraum dienen.

Im Naturhaushalt der Wälder spielt der Zunderschwamm eine wichtige Rolle. Die im geschwächten oder toten Holz enthaltenen Nährstoffe werden durch den Pilz dem natürlichen Kreislauf in Form von Humus wieder zugänglich gemacht. Damit wird verhindert, dass unsere Wälder unter der Masse des anfallenden Totholzes ersticken. So läuft perfektes Recycling im Wald.

Verfasser: Karl Zimmerhackl

Naturschutzjugend önj Haslach

www.oenj-haslach.at


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