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BEZIRK ROHRBACH. Das sogenannte „Grüne Band“ bezeichnet jene Zone, die entlang des Eisernen Vorhanges ein wertvolles Reservat für Tiere und Pflanzen bildete. Forscher untersuchten nun in vier Pilotregionen, darunter auch im Böhmerwald, wie es um das Grüne Band steht.

 (Foto: Karel Stipek/Shutterstock.com)
(Foto: Karel Stipek/Shutterstock.com)

Im Projekt „DaRe to Connect“ des Department für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien wurden Satellitendaten für die Erforschung des Grünen Bandes herangezogen. Die Satelliten liefern alle fünf Tage aktuelle, frei zugängliche Bilder mit einer Auflösung von zehn Metern, berichtet die Austria Presse Agentur (APA). Die Forscher trainierten einen „Machine Learning Algorithmus“, um aus dem Jahresverlauf der Satellitenbilder den Bewuchs der jeweils zehn mal zehn Meter großen Flecken zu eruieren. Wenn er zum Beispiel immer einen gleichmäßig hohen Grünanteil hat, dann ist dort ein Nadelwald. Ackerland und Wiesen wiederum zeigen charakteristische Farb-Abfolgen. Auf diese Art untersuchten die Forscher, ob die einzelnen Landschaftsformen, wie Wiesen und Wälder, gut miteinander verbunden oder fragmentiert sind.

Dreiländereck ist Positiv-Beispiel

Das Dreiländereck im Böhmerwald wurde dabei explizit als Positiv-Beispiel angeführt. Dort sollte man zwar einzelne Wiesenstandorte besser miteinander verbinden, ansonsten könne man sich in dieser Region vor allem auf den Schutz der bestehenden Strukturen beschränken, so die Experten. Nicht so gut ist es in anderen Gegenden um das Grüne Band bestellt, wie beispielsweise im Weinviertel. Durch den intensiven Wein- und Ackerbau lockern kaum natürliche Elemente die Felder auf. Die Experten orten eindeutigen Handlungsbedarf, diese Gebiete zu restaurieren – etwa mit Hecken- und Blühstreifen, um Korridore für Tiere zu schaffen.


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