Final Four und Masters am selben Wochenende: UJZ hätte beinahe auf Allerstorfer verzichten müssen
ST. PETER. Dem UJZ Mühlviertel wäre für das Final Four der Judo-Bundesliga am Samstag in Gmunden beinahe sein Aushängeschild Daniel Allerstorfer abhanden gekommen.

Wegen einiger Absagen rückte der WM-Siebte aus St. Peter in das Starterfeld für das am selben Wochenende in St. Petersburg stattfindende Masters der besten 16 der Weltrangliste nach. Für Daniel Allerstorfer stellte sich jetzt die Frage: Verein oder Masters?
Zweitgrößtes Turnier
Das Masters ist von den Punkten knapp hinter der WM das am zweitbesten dotierte Turnier des Kalenderjahres. Alleine die Teilnahme bringt mit 200 Punkten doppelt so viele wie etwa der Titel beim Heimturnier in Oberwart. Ein einzelner Kampfgewinn in Russland wird vom Weltverband beinahe so hoch wie EM-Silber eingestuft. Allerstorfer hätte sich in der Rangliste weiter nach vorne arbeiten können - ein Glücksfall für den 25-Jährigen, der bereits auf die im Frühjahr beginnende Olympia-Quali schauen muss.
Entscheidung für den Verein
Allerstorfer entschied sich nach einigem Hin und Her schließlich für das Final Four, wobei ihm das alles andere als leicht fiel. “Es wäre untertrieben, zu sagen, dass es mich gestört hat - zuerst war ich ziemlich angefressen“, fand Österreichs Schwergewichts-Staatsmeister die Wahl als nicht fair.
Warum er sich letztlich für das Final Four entschied? „Wegen der Mannschaft und der momentanen Stimmung, die dort momentan herrscht“, begründet Allerstorfer, der bis vergangenen Freitag noch in Japan trainiert hat. Mittlerweile sieht er die Sache schon etwas ruhiger: „Jetzt ist es nun mal so“, richtet er den Blick auf das Final Four am 16. Dezember und Halbfinalgegner Flachgau.


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