Daniela Jell ist mit ganzem Herzen Bäuerin

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Petra Hanner Petra Hanner, Tips Redaktion, 25.01.2021 18:05 Uhr

OBERKAPPEL. Bäuerin, Ortsbäuerin, Ehefrau und Mutter von vier Kindern – all diese Jobs bringt Daniela Jell aus Oberkappel mit viel Elan und Schwung unter einen Hut. Für sie ist die Landwirtschaft eine Herzensangelegenheit – und das vermittelt sie gemeinsam mit ihrem Mann Klaus Peter auch der nächsten Generation.

72 Milchkühe betreut die fesche Ortsbäuerin von Oberkappel gemeinsam mit ihrem Mann auf dem Bauernhof in der Ortschaft Schöffgattern. Den haben sie gemeinsam am 1. Jänner 2007 übernommen. Mittlerweile bewirtschaften sie insgesamt 60 Hektar Wiese und Acker und knapp 40 Hektar Wald. Daneben schupft das Paar auch noch vier Kinder im Alter von 17, 12, 10 und 9 Jahren. Gerade in Corona-Zeiten kann das zusätzlich zur Herausforderung werden. Schließlich brauchen die jüngeren Kinder beim Homeschooling auch noch Unterstützung.

Sonnen- und Schattenseiten

Dennoch: Für Daniela Jell ist das alles eine Sache der Einteilung: „Ich sehe die Landwirtschaft ganz klar als Wirtschaftsbetrieb, von dem man sich auch einmal frei nehmen muss. Ich kann mir die Zeit weitgehend einteilen, das ist jetzt im Lockdown oft ganz gut und das ist auch das Schöne an der Landwirtschaft. Man hat die Familie beieinander. Natürlich muss am Ende des Tages die Arbeit trotzdem getan sein und Urlaub gibt es auch nur dann, wenn man ihn vorher gut organisiert“, fasst die vierfache Mama zusammen.

Veränderungen

 

Die Arbeit auf einem Bauernhof kennt Daniela Jell aber von klein auf, denn sie ist auf einer Landwirtschaft aufgewachsen. „Die war allerdings nicht so groß wie die unsere jetzt“, erklärt sie. Nach der Schule hat sie eine Lehre als Bäckerin und Konditorin absolviert und ihren Beruf bis zur Geburt der Kinder ausgeübt. 2007 übernahm das Paar dann den Hof, damals noch als Biobetrieb geführt. „Meine Schwiegermutter hat uns dabei von Anfang an freie Hand gelassen und ist uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden, wenn wir Hilfe brauchten. Es brauchte aber auch eine gewisse Zeit des Hineinwachsens, die auch nicht immer einfach war“, erinnert sich Daniela Jell zurück. Mittlerweile hat sich die Familie aber dazu entschlossen, wieder zur konventionellen Landwirtschaft zurückzukehren: „Eigentlich hätte der Gedanke Bio für uns gut gepasst und wir haben auch schweren Herzens die biologische Bewirtschaftung aufgegeben. Aber leider haben uns die beinahe unerfüllbaren Auflagen dazu gezwungen. Alles andere wäre nicht mehr wirtschaftlich gewesen“, resümiert sie.

Die nächste Generation steht in den Startlöchern

Und nun wartet am Hof der Familie Jell schon die nächste Gerneration darauf, in die Fußstapfen der Eltern treten zu können – auch, wenn diese eigentlich noch sehr jung sind: „Wir haben den Kindern immer vermittelt, dass Arbeit nicht nur hart ist, sondern dass sie auch Spaß machen kann; dass es eine Zeit des Anpackens und eine Zeit der Erholung geben muss. Unser ältester Sohn ist jetzt in der Bioschule in Schlägl und zeigt schon Interesse an der Landwirtschaft. Darüber freuen wir uns sehr, denn mit ihm kann unser Lebenswerk dann auch bald weitergeführt werden. In Pension gehen werden wir deswegen aber sicher nicht so schnell. Es gibt ja auch andere Möglichkeiten, weiter am Hof mitzuhelfen, auch wenn der Sohn schon am Ruder sein sollte“, blickt die Mama optimistisch in die Zukunft.

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