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233 neue Unternehmen im Bezirk Rohrbach: Gründungsdynamik auch im Corona-Jahr ungebrochen

Martina Gahleitner, 29.01.2021 18:12

BEZIRK ROHRBACH. Insgesamt 233 neue Unternehmen wurden 2020 im Bezirk Rohrbach registriert. Das ist ein Plus gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent.

  1 / 2   "Wer eine Idee hat, daran glaubt, sich reinhängt und gute Berater an seiner Seite hat, der wird erfolgreich sein", ist WK-Bezirksobmann Andreas Höllinger überzeugt. Foto: WKO Rohrbach

Zu den 213 Unternehmen, die neu gegründet wurden, kommen noch 20 Übernahmen von bereits bestehenden Unternehmen. Sieht man von der Gruppe der Personenbetreuer ab, so gab es im Vorjahr die häufigsten Gründungen in den Branchen Direktvertrieb (21), Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure (12), Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (12). Dahinter reihen sich Versand-, Internet- und Allgemeiner Handel (8), Werbung und Marktkommunikation (8), Metalltechniker (7), Kunsthandwerke (7), Persönliche Dienstleister (7), Gärtner und Floristen (6) und Gewerbliche Dienstleister (6).

„Trotz oder vielleicht auch wegen der schwierigen Corona-Rahmenbedingungen ist die Gründungsdynamik sehr hoch und viele Menschen machen gerade jetzt den Schritt in die Selbständigkeit“, analysiert Andreas Höllinger, Obmann der WKO Rohrbach, die erfreuliche Entwicklung.

Ganze Region profitiert

„Von Unternehmens-Neugründungen profitiert eine Region“, ist Höllinger überzeugt, „da ein Zuwachs an Betrieben zur Belebung der ländlichen Regionen beiträgt, Arbeitsplätze schafft und Service und Angebote vor Ort bietet.“ Das Wichtigste für Gründungswillige seien eine inspirierende Geschäftsidee und Mut, ergänzt er. „Nicht nur für die Gründung selbst, sondern besonders auch während schwieriger Zeiten. Gerade eine Krise kann hier plötzlich neue Perspektiven und Chancen eröffnen“, ist der WK-Bezirksobmann überzeugt. „Auch wenn es manchmal zäh läuft und nicht so einfach erscheint – wer eine Idee hat, daran glaubt, sich reinhängt und gute Berater an seiner Seite hat, der wird erfolgreich sein.“

Veränderte Rahmenbedingungen

Viele Menschen haben die Zeiten des Lockdowns und der Kurzarbeit dafür genutzt, um über ihre Zukunft nachzudenken, sich neu zu orientieren und den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. „Auch wenn viele Menschen „nebenberuflich“ in die Selbständigkeit starten, erfordert ein erfolgreicher Start in die Selbständigkeit trotzdem volles Engagement für eine Geschäftsidee“, betont der Leiter der WKO Rohrbach, Klaus Grad. Die Krise hat manche Wirtschaftssektoren nicht nur zeitweise lahmgelegt, sondern auch Marktbedingungen nachhaltig verändert. Neue Kommunikations- und Vertriebswege und sogar Geschäftsfelder haben sich aufgetan. Regionalität und Digitalisierung rückten verstärkt in den Mittelpunkt. Dennoch findet der Wettbewerb überregional und in vielerlei Hinsicht global statt. Deshalb führe kein Weg an dem Thema Digitalisierung vorbei, so Grad. Zwar kann man nicht alles über das Internet verkaufen, aber im Krisenjahr 2020 hat sich gezeigt, dass jene Unternehmen, die online gut aufgestellt und vorbereitet waren, die Gewinner waren.

Für Gründungswillige gibt es seitens der WKO Rohrbach laufend Beratungsangebote, derzeit überwiegend virtuell oder telefonisch: Gründer-Workshops, Gründer-Coachings, Rechtsberatung für Gründer und Nachfolger und Gründer-Trainings,…  Mehr Infos: www.gruenderservice.at

Das WIFI Rohrbach bietet zusätzlich Kurse für Gründer und Jungunternehmer.


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