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BEZIRK ROHRBACH. Nach wie vor ist der Fachkräftemangel ein großes Thema im Bezirk Rohrbach.

1.239 Personen sind als arbeitslos gemeldet, aber nur etwa ein Drittel davon stehen dem freien Arbeitsmarkt zur Verfügung. Foto: Andrey_Popov/Shutterstock.com

„Der Fachkräfemangel hat sich durch Corona nicht in Luft aufgelöst“, macht Doris Steiner, Geschäftsstellenleiterin des AMS Rohrbach, deutlich. „Ich habe in letzter Zeit vermehrt Gespräche mit Unternehmern geführt, die sehr enttäuscht waren und auch nicht verstehen können, dass sie kein geeignetes Personal für ihren Betrieb finden, obwohl in den Medien laufend von sehr hoher Arbeitslosigkeit berichtet wird.“ Vielerorts mag zwar die Arbeitslosigkeit hoch sein, aber „nicht bei uns im Bezirk Rohrbach“, ergänzt Steiner.

Niedrigste Arbeitslosigkeit im Land

Aktuell (Stand Ende Jänner) liegt die Arbeitslosenquote bei 4,9 Prozent – das ist weiterhin die niedrigste Rate in Oberösterreich (OÖ: 7,6 %). 1.239 Personen sind als arbeitslos gemeldet, um 77 (oder 6,6 %) mehr als im Jänner des Vorjahres. Die AMS-Leiterin sagt dazu: „Von diesen 1.239 Personen stehen aber dem freien Arbeitsmarkt nur zirka ein Drittel zur Verfügung. Die meisten befinden sich zum Beispiel in der sogenannten Saisonarbeitslosigkeit und verfügen über eine Einstellzusage ihres bisherigen Arbeitsgebers, sobald es die Witterung oder der Lockdown zulassen.“ Zusätzlich befinden sich 206 Personen in einer Aus- oder Weiterbildung.

1.734 Mitarbeiter in 265 Betrieben im Bezirk Rohrbach befinden sich in Kurzarbeit. „Diese Personen stehen bei ihrem Arbeitgeber in Beschäftigung und stehen dem Arbeitsmarkt nicht zur Vermittlung zur Verfügung“, räumt Steiner mit einem Irrglauben auf.

509 offene Stellen

Per Ende Jänner sind insgesamt 509 offene Stellen gemeldet, davon sind 362 sofort verfügbar und 147 in nächster Zeit zu besetzen. Den 44 sofort verfügbaren Lehrstellen stehen 13 Lehrstellen-suchende Jugendliche gegenüber. „Es macht weiterhin Sinn, offene Stellen dem AMS Rohrbach zu melden, weil sich auch Personen bei uns melden, die über einen Jobwechsel nachdenken und von uns offene Stellen vorgeschlagen bekommen, ohne arbeitslos gemeldet zu sein“, informiert Steiner und fügt hinzu: „Wir im AMS tun wirklich unser Bestes, um, gemäß unserem Auftrag, Mensch und Arbeit zu verbinden.“


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