Kein Autofrühling, aber Händler haben ihre Schauräume wieder geöffnet
ROHRBACH-BERG/BEZIRK. Corona macht den Rohrbacher Autohändlern wieder einen Strich durch die Rechnung: Auch heuer kann der Autofrühling nicht stattfinden.

20 Jahre ist es her, seit der Rohrbacher Stadtplatz zum ersten Mal zum Freiluft-Autosalon geworden ist. An die 6.000 Besucher kamen seither jedes Jahr Ende April, um sich ungezwungen über das Angebot der ansässigen Autofirmen zu informieren. „Aufgrund der gesetzlichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ist auch heuer die Durchführung des Rohrbacher Autofrühlings nicht möglich. Wir planen jedoch für das Frühjahr 2022, den bestens eingeführten Autofrühling wieder zu veranstalten“, kündigt Friedrich Ransmayr, Obmann des Rohrbacher Auto-Ausstellungsvereins, gemeinsam mit den weiteren Vorstandsmitgliedern Hans Kneidinger, Anna Kneidinger, Paul Wögerbauer und Gerald Schörgenhuber an.
20 Prozent weniger Neuzulassungen
In den letzten Wochen mussten auch die Schauräume in den Autohäusern wegen der behördlichen Verordnungen geschlossen bleiben, was sich vermutlich auf die Pkw-Neuzulassungen nachteilig auswirken wird. „Auch im Vorjahr gab es um 20 Prozent weniger Neuzulassungen als 2019“, informiert Ransmayr. Bundesweit lag der Rückgang bei etwa 25 Prozent. Die persönliche Fachberatung sei die Stärke der Autohändler am Land, ergänzt Anna Kneidinger: „Jetzt dürfen wir endlich unsere Schauräume wieder öffnen und die Leute können kommen und gustieren“, lädt sie ein.
Kräftige Steuererhöhung bei Nutzfahrzeugen
Gut geht hingegen momentan das Geschäft bei den Nutzfahrzeugen – vor allem auch im Hinblick auf die kräftige Steuererhöhung in Form einer Normverbrauchsabgabe, die für Zulassungen ab 30. Juni 2021 kommen wird. Dieses Thema brennt allen Autohändlern unter den Nägeln. „Wer jetzt kauft, spart viel Steuer. Denn die üblichen Lieferwagen etwa fürs Baugewerbe, Installateure, Montagefirmen, Bäcker oder Zusteller werden empfindlich teurer. Dabei sind diese Nutzfahrzeuge mit den sehr abgasarmen EcoBlue-Dieselmotoren derzeit mit Elektro-Motoren nicht ersetzbar“, sind sich alle einig. Die zu geringe Reichweite und auch teilweise fehlende Infrastruktur für Elektro-Mobilität sei derzeit noch ein Problem.


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