Direkt an der B127 entsteht die neue Liebeszentrale von Monroe
ST. MARTIN/MKR. „Wir wollen uns nicht mehr verstecken, wir wollen gesehen werden. Die Menschen sind bereit dafür“, ist Alexandra Lackinger von Monroe Toy und Dessous Party überzeugt – und deshalb wird innerhalb des kommenden Jahres direkt an der B127 in Mahring die neue Liebeszentrale des Unternehmens entstehen.

Ein Neubau wäre eigentlich schon früher geplant gewesen, aber die Pandemie machte der St. Martiner Unternehmerin einen Strich durch die Rechnung. Nun ist es endlich soweit: Im August sollen in Mahring die Bagger anrollen, mehr als eine halbe Million Euro investiert Monroe in den neuen Standort. Auf insgesamt 250 Quadratmetern, auf drei Stockwerke aufgeteilt, finden Büroräumlichkeiten, ein großzügiges Lager und ein 60-Quadratmeter-Schauraum Platz. Eröffnet werden soll pünktlich zum 8. Geburtstag von Monroe im April 2022. „Damit geht ein großer Traum von mir in Erfüllung, denn ich wollte schon immer eine Welt zum Wohlfühlen schaffen, in der unsere Kunden die Produkte anfassen und erleben können“, schwärmt Alexandra Lackinger. Mit dem Verkauf von Erotik-Artikeln, Liebes-Toys und verstärkt auch Körperpflegeprodukten hat die Powerfrau ihr eigenes Liebes-Unternehmen aufgebaut.
Existenzängste durch Corona
Verkaufspartys in den Wohnzimmern der Kunden stellen dabei ein wichtiges Standbein dar: „Geselligkeit, das Beieinandersitzen, die Gaudi – davon lebt so eine Party“, erklärt die Unternehmerin. Doch momentan ist das nicht möglich – eine Tatsache, die sie anfangs in Existenzängste trieb: „Ich hatte wirklich Angst um alles, was ich mir aufgebaut habe. Die Lockdowns waren schlimm und ich musste meine Mannschaft im Büro reduzieren. Außerdem haben wir unseren Standort beim Bahnhof in Niederwaldkirchen im November aufgegeben. Das war aber sowieso notwendig, weil wir ein viel größeres Lager benötigen. Seither sind wir in meinem Zuhause im Keller untergebracht und haben aktuell nicht einmal einen Schauraum“, beschreibt Alexandra Lackinger die Situation.
Umso mehr freute sie sich, als im Sommer zwischenzeitlich die Corona-Regelungen gelockert wurden: „Da haben uns die Leute sprichwörtlich die Türe eingerannt. Oft hatten unsere Beraterinnen zwei Partys am Tag und wir wollten natürlich niemandem absagen.“
Liebesdinge sind gefragt
Generell sei die Nachfrage an Liebesdingen seit Corona groß, vor allem Pärchenprodukte stoßen auf reges Interesse. „Da hat uns unser Online-Shop wirklich gerettet“, sagt Lackinger. Mit dem Erlös daraus konnten wenigstens die Fixkosten gedeckt werden. Jetzt hofft Monroe darauf, dass zumindest nach Ostern wieder Verkaufspartys erlaubt sein werden. Außerdem will das Unternehmen, das derzeit in Österreich und Deutschland den Markt beackert, auch in den übrigen EU-Ländern Fuß fassen. Vertriebspartner werden vor allem in Österreichs Nachbarländern gesucht.
Jungunternehmer unterstützen
Von dem geplanten neuen Standort wird übrigens nicht nur Monroe profitieren: Eine 43 Quadratmeter große Geschäftsfläche im Haus will Alexandra Lackinger an Jungunternehmer vermieten.


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