Ein Jahr Pandemie in Österreich – (k)ein Jubiläum

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Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 06.03.2021 05:58 Uhr

ROHRBACH-BERG. Auf ein Jahr Corona-Pandemie blickt Andreas Hannerer mit einem Leserbrief zurück.

Als vor etwa einem Jahr die ersten beiden Covid-Fälle in unserem Land auftauchten, konnte sich niemand, wirklich niemand auch nur annähernd vorstellen, was in den nächsten Wochen und Monaten auf uns zukommen würde. Auf einen strengen und harten Lockdown, den die Bevölkerung in einem überwältigenden Ausmaß mitgetragen hat, folgte ein fast normaler Sommer. Der Herbst entwickelte sich so, wie die Experten es vorhergesagt hatten. Ob die verantwortlichen Politiker richtig gehandelt haben, was sie falsch machten wird uns ein Rückblick in ein paar Jahren sagen. Faktum ist jedoch, dass es für eine derartige weltweite Pandemie keine Blaupause, keine Erfahrungswerte gab.

Als die zweite Welle gewaltig über unser Land schwappte, wurde meines Erachtens zu spät reagiert, aber wie gesagt, im Nachhinein ist man immer klüger. Das unser Bezirk von dieser zweiten Welle besonders hart getroffen wurde ist, nicht nur mir, nach wie vor ein Rätsel. Es ist jedoch ein Faktum, dass der im Sommer angekündigte Schutz der sogenannten „vulnerablen“ Bevölkerungsgruppen, vor allem der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, nicht im ausreichenden Ausmaß umgesetzt wurde, in keinem Bundesland.

Nun sind wir bei einem Zeitpunkt angelangt, wo der Großteil der Bevölkerung der diversen Lockdowns und anderer Maßnahmen müde ist. Und ich spreche hier ausdrücklich vom Durchschnittsbürger, nicht von einigen wenigen Covid-Leugnern. Auch macht sich nach der gefühlt tausendsten Pressekonferenz des „Viralen Quartetts“ eine gewisse Abgestumpftheit breit. Wenn immer die gleichen Phrasen gedroschen, immer vom Licht am Ende irgendeines Tunnels die Rede ist, wenn angeblich immer die nächsten Wochen entscheidend sind – und das schon seit Monaten – dann darf man sich nicht wundern, wenn die Menschen nicht mehr mitkönnen oder mitwollen. Die Pandemie ist eine Zumutung, für uns alle.

Die neueste Heilsversprechung ist der sogenannte „grüne Impfpass“. Dieser soll bereits geimpften Personen einen privilegierten  Status, quasi Sonderrechte einräumen. Da frag ich mich schon – „geht“s noch„? Stand Ende Februar haben knapp 3 Prozent der Bevölkerung den vollen Impfschutz erhalten. 3 Prozent!! Die Verantwortlichen sollen lieber dafür sorgen, dass so rasch als möglich genügend Impfstoff für alle Impfwilligen vorhanden ist, bevor man sich über etwaige Impfprivilegien den Kopf zerbricht. Leider hat nicht jeder das Glück, mit einer Heimleitung verwandt oder bekannt zu sein.

Verfasser: Andreas Hannerer, Rohrbach-Berg

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