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BEZIRK. Wie die Insolvenzstatistik des Gläubigerschutzverbands Creditreform zeigt, gab es im Vorjahr weniger Unternehmensinsolvenzen im Bezirk Rohrbach. Die Zahl der Privatinsolvenzen stagniert.

 (Foto: DesignRage/Shutterstock.com)
(Foto: DesignRage/Shutterstock.com)

Drei Unternehmen aus dem Bezirk Rohrbach waren 2021 zahlungsunfähig und mussten Konkurs anmelden. Im Jahr zuvor gab es sieben Firmenpleiten. Die Gesamtzahl an Firmeninsolvenzen (3.076 in Österreich, 262 in Oberösterreich) ist nach dem starken Einbruch seit Beginn der Corona-Pandemie nur mehr um ein Prozent zurückgegangen. Ein Blick in die Details zeigt, dass dieser Trend der letzten eineinhalb Jahre nun zu Ende geht. Die Zahl der eröffneten Verfahren ist erstmals seit sechs Quartalen um 12,3 Prozent auf über 2.000 gestiegen. Als Grund für die Normalisierung des Insolvenzgeschehens sieht der Gläubigerschutzverband Creditreform das Auslaufen der Stundungen durch ÖGK und Finanzämter und die vermehrte Antragstellung auf Insolvenzeröffnung durch diese Institutionen. Dazu kommt, dass viele Unternehmer durch die Pandemiesituation, in der eine betriebswirtschaftliche Planbarkeit erschwert wird, die Reißleine gezogen haben.

Anstieg bei Privatinsolvenzen erwartet

Bei den Privatinsolvenzen im Bezirk Rohrbach ist die Zahl von 16 im Jahr 2020 auf 17 im Jahr 2021 leicht angestiegen. Österreichweit liegt sie bei 7.657, in OÖ bei 989. Für 2022 sieht der Gläubigerschutzverband einen Anstieg auf bis zu 9.000 Privatinsolvenzen in Österreich. Die Verteuerung vieler Lebensbereiche – vor allem beim Wohnen, bei den Treibstoffen und bei der Energie – werde auch zu einem Anstieg der Privatinsolvenzen beitragen. Die Jahre mit sinkenden Zahlen seien auf jeden Fall vorbei.


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