Wertvolle Wirtschaftshilfen: Zwei Jahre Pandemie gehen an die Substanz
BEZIRK ROHRBACH. Die befürchteten Auswirkungen der Virus-Variante Omikron, ein noch nie dagewesener Arbeitskräftemangel, Rohstoffengpässe: Die heimische Wirtschaft kann nach wie vor nicht aufatmen.

„Nach beinahe zwei Jahren Pandemie geht es mittlerweile selbst den besten Unternehmen an die Substanz“, weiß Wirtschaftskammer-Bezirksstellenobmann Andreas Höllinger. Für ihn ist deshalb klar, dass „es weiterhin schnelle, unbürokratische und vor allem wirksame Wirtschaftshilfen braucht“. Bislang habe die Abwicklung gut funktioniert. Nur wenige Ausnahmen sind Höllinger bekannt, bei denen es in erster Linie Probleme bei fehlenden Vergleichszeiträumen gab.
Steuermittel gezielt eingesetzt
Die Verantwortung für die Vergabe liegt bei der COFAG, der Covid-19-Finanzierungsagentur des Bundes (www.cofag.at/aktuelle-zahlen.html). Nach Wegfall des Umsatzersatzes zählt der Fixkostenzuschuss zu den wichtigsten Fördermaßnahmen, um Betrieben über schwierige Phasen zu helfen. „Förderungen sind aber nichts anderes, als zielgerichteter Einsatz von Steuermitteln des Staates, die dieser aus der Wirtschaft erhält“, macht der WKO-Chef deutlich und ergänzt: „Die heimischen Betriebe, vom Handel bis zur Gastronomie, werden auch nach der Corona-Pandemie für Arbeitsplätze, Einkommen, Lebensqualität und Steueraufkommen sorgen. Wir müssen nun gemeinsam dafür sorgen, dass es sie dann auch immer noch gibt.“
Höllinger begrüßt auch die Neuregelung des Kontaktpersonen-Managements und die Verkürzung der Quarantäne-Zeit. „Ein Stillstand von Betrieben, etwa durch hohe Quarantänezahlen, muss verhindert werden.“ Die Kontrollpflicht auf die Handelsbetriebe zu übertragen, sieht er kritisch und vor allem für kleine Betriebe schwer umsetzbar.
Gute Prognosen
Gesamtwirtschaftlich betrachtet deuten die Prognosen auf ein verhältnismäßig gutes Wachstum hin. Die erfreulich niedrigen Arbeitslosenzahlen gehen aber einher mit einem noch nie dagewesenen Arbeitskräfteproblem. „Damit sind nicht nur die sogenannten Fachkräfte gemeint“, sagt Andreas Höllinger. Parallel dazu beschäftigen die Wirtschaft derzeit die Rohstoffengpässe und die steigenden Energiepreise.


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