Vorzeigeprojekt der Ortskernbelebung in Altenfelden: Aus dem einstigen Kaufhaus wird das Granitcenter
ALTENFELDEN. Ins Ortszentrum von Altenfelden zieht neues Leben ein: Das ehemalige Kaufhaus wird nachhaltig saniert, erweitert und damit Büro- und Gewerbeflächen, Co-Working-Plätze und Therapieräume geschaffen. Die Fäden bei diesem Projekt hat Thomas Schauer in der Hand, der mit dem Granitcenter ein Sanierungs-Vorzeigeprojekt realisiert.

Wenn sanieren, dann gleich gescheit, sagte sich der rührige Altenfeldner Unternehmer und damit war die Idee des Granitcenters geboren. Dabei spielt nicht nur die Reaktivierung des alten Gebäudes, das seit Schließung des Lebensmittelgeschäftes Ende Februar 2018 zum Teil leer stand, eine Rolle, sondern auch der Nachhaltigkeitsgedanke. „Wir machen beim Programm der Mustersanierung des Klima- und Energiefonds Österreich mit und streben außerdem eine klimaaktiv Gold Standard-Zertifizierung an“, hat Thomas Schauer eine deutliche Energieeinsparung und CO2- Reduktion im Visier.
Dafür bleibt etwa die vorhandene Gasleitung ungenutzt, stattdessen setzt man auf Tiefenbohrung mit fünf Bohrlöchern und Wärmepumpen. Der Wärmebedarf wird von 114 auf 33,5 kW/m2a gesenkt. Die Aufstockung des Gebäudes erfolgt mit Holzriegelkonstruktion und hinterlüfteter Fassade, Holz-Alu-Fenster und -Türen werden eingebaut, tageslichtabhängige LED-Beleuchtung mit Präsenzerkennung und Smart Home-Steuerung installiert und eine 30 kWp Photovoltaik-Anlage am Dach inklusive Notstrom und Batterieversorgung macht das barrierefreie Gebäude stromautark.
Fertigstellung bis Ende des Jahres
Nachdem erste Abrissarbeiten in Eigenregie bereits erfolgt sind, startet die Lembacher Baufirma Kumpfmüller am Rosenmontag mit den Umbauarbeiten. Im Dezember 2022 soll das Granitcenter bezugsfertig sein. Darauf freuen sich auch schon die ersten Mieter, die bereits feststehen: Das unabhängige Versicherungsmaklerbüro IVM, das vor zwei Jahren das Versicherungsbüro von Bernhard Leibetseder übernommen hat, übersiedelt ins Granitcenter und setzt damit ein Zeichen der Standortsicherung. Überlegt wird außerdem, eine KFZ-Zulassungsstelle zu errichten. Physiotherapeutin Sophie Görisch zieht mit einer Gruppenpraxis ein, die Physiotherapie, Diätologie, Logopädie, Massage vereint; weitere interessierte Untermieter können sich gerne melden. Ebenso sucht Hebamme und Lebensberaterin Birgit Griebler noch jemanden, der sich das Beratungsbüro mit ihr teilt. Auch ein Bestatter ist bereits fix und Schauer selbst zieht mit seinem Unternehmen Juliberg ins neue Gebäude. Daneben sind noch einige Co-Working-Büroflächen und -Arbeitsplätze frei.
Gut fürs Ortsbild
Altenfeldens Bürgermeister Klaus Gattringer freut sich natürlich über dieses Großprojekt – vor allem, weil ein heimischer Investor für die Reaktivierung des alten Gebäudes mitten im Ortszentrum sorgt.


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