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OEPPING. Beim Bürger-Infoabend hätte mit allen Gerüchten rund um den geplanten Kreisverkehr an der Grill-Kreuzung und das angedachte Nahversorgerkonzept aufgeräumt werden sollen. Dabei wurde aber vor allem der Unmut der Anrainer gegen eine Tankstelle deutlich.

  1 / 2   Beim Bürger-Infoabend war der Haidvogel-Saal gut gefüllt, vor allem das Thema Nahversorger mit Tankstelle regt auf. (Foto: Fellhofer)

In Scharen kamen die Bewohner der Gemeinde Oepping in den Haidvogel-Saal, um mehr über die geplanten Maßnahmen zu erfahren. Beim Thema Kreisverkehr und dass dieser mehr Sicherheit bringen würde, ist man sich weitgehend einig. Nur bei der Finanzierung soll das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Für den Anschluss der Ortschaft Kimmerting müsste die Gemeinde Oepping nämlich ein Viertel der gesamten Errichtungskosten mitzahlen. „Man kann nicht eine Bundesstraße und einen Güterweg gleich bewerten. Hier müssen wir noch einen besseren Finanzierungsschlüssel finden“, betonte Bürgermeister Thomas Bogner. Ansonsten sei im Grunde beim Kreisverkehr ein Baubeginn im nächsten Jahr realistisch. Der Ball liegt nun abermals beim Gemeinderat, der grünes Licht für die Finanzierung des Kreisverkehrs geben muss.

Nahversorgerkonzept nur mit Tankstelle

Nicht ganz so einig ist man sich beim Nahversorgerkonzept „Land lebt auf“ der Unimarkt-Gruppe. Vor allem in den Anrainer-Ortschaften Untergrünau und Kimmerting ist der Widerstand groß, denn „Land lebt auf“ beinhaltet auch eine Tankstelle und ein kleines Bistro. „„Wir brauchen und wollen keine Tankstelle“, sagte Hilde Wögerbauer, die auch 300 Unterschriften in den Ortschaften gegen die Tankstelle an der Grill-Kreuzung gesammelt hat. Die Bewohner fürchten neben Lärm- und Lichtbelästigung auch eine Zunahme des Verkehrs in den Siedlungen. Zudem wird das kleine Bistro als Konkurrenz zur bestehenden Gastronomie gesehen.

Auch Rudolf Manhartsgruber von der Unimarkt-Gruppe, die mit den Grundeigentümern bereits einen bestehenden Optionsvertrag hat, konnte mit seiner Präsentation kein großes Umdenken bei den Anrainern bewirken. Für ihn ist der Standort optimal, „alles andere ist aus unserer Sicht nicht sinnvoll.“

Einzige Chance auf Nahversorger

Denn einen Nahversorger wollen die Oeppingerinnen und Oeppinger grundsätzlich schon, allerdings wieder im Ortskern. Für Bürgermeister Thomas Bogner jedoch ist das „Land lebt auf“-Konzept die momentan realistischste Chance, die Nahversorgungs-Lücke in der Gemeinde wieder zu schließen. „Es ist nicht so, dass uns die Interessenten die Tür einrennen. Ich glaube, dass das Konzept für uns recht gut passt.“


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