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Christoph Leitl appelliert: "Nicht im Krisengerede verharren"

Petra Hanner, 16.09.2022 08:00

ROHRBACH-BERG. Gerade in stürmischen Zeiten ist es enorm wichtig, zusammenzuhalten. So lautete der Appell von Christoph Leitl beim alljährlichen Empfang der Wirtschaftskammer Rohrbach.

Christoph Leitl referierte über die Zukunft Europas. (Foto: Petra Hanner)
Christoph Leitl referierte über die Zukunft Europas. (Foto: Petra Hanner)

„Wohin steuert Europa?“ Das Thema des Abends versuchte der Ehrenpräsident von Wirtschaftskammer Österreich und Eurochambres, Christoph Leitl, zu beantworten.

Rohrbachs Wirtschaftskammer-Obmann Andreas Höllinger drückte einleitend aus, was die Wirtschaft aktuell empfindet: „Es ist das Jahr nach einer Krise, vor einer Krise und gefühlt mitten in einer Dauerkrise.“ Dem stimmte Oberösterreichs Wirtschaftskammerpräsidentin Doris Hummer zu: „Die Situation ist besorgniserregend und die Herausforderungen sind noch nicht vorbei. Wir brauchen jetzt mutige gesamtnationale Maßnahmen, damit die Unternehmen wieder ordentlich kalkulieren können. Eine Preisregelung auf europäischer Ebene wäre das beste, das wird aber wahrscheinlich nur ein Wunsch bleiben“, so Hummer.

Neue Wege aufzeigen

Die Krise sei da, das stehe außer Zweifel, bestätigte Christoph Leitl. „Jetzt ist eine schonungslose Analyse notwendig und man muss sagen, was Sache ist, aber dann kommt man zu den Möglichkeiten und Chancen. Wer nur im Krisengerede verharrt, der bringt nichts weiter. Wir müssen immer auch Wege aufzeigen“, ist er überzeugt. Gleichzeitig warnte der glühende Europäer auch vor weltweiten Konflikten. „Es gibt viele tickende Zeitbomben“, gab er zu bedenken und ist überzeugt, dass man auch hier stärker auf ein Miteinander setzen müsse. Dabei erinnerte er an den soeben verstorbenen Michail Gorbatschow, der schon vor vielen Jahren an eine gesamteuropäische Sicherheitspolitik appelliert hatte. „Und wir haben es nicht gehört“, bedauert Leitl.

Land des Dialogs

Der Schlüssel für eine gute Zukunft Europas sei Verständigung, Verständnis, Toleranz und Akzeptanz. Österreich als neutrales Land sieht er klar in der Rolle als Dialogplattform mit dem Ziel, Frieden zu sichern. „Österreich könnte es, Österreich müsste es nur wollen!“, ist er überzeugt.


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