Gemeinschaftsgebäude: Jetzt wird in St. Martin groß eröffnet
ST. MARTIN. Endlich fertig ist das neue Gemeinschaftsprojekt im Herzen von St. Martin: Raiffeisenbank, Pfarrzentrum und Musikheim haben ein zeitgemäßes Zuhause bekommen, das am 2. Oktober eröffnet wird.

Nach der Messe mit Bischof Manfred Scheuer wird das rund 8 Millionen Euro-Großprojektnach rund zwei Jahren seiner Bestimmung übergeben. Bürgermeister Manfred Lanzersdorfer ist voll des Lobes: „Hier werden Synergien toll genutzt und in der Bauphase haben wirklich alle an einem Strang gezogen“.
Schulen an einem Standort
Und wo eine Baustelle endet, da beginnt ganz in der Nähe eine neue: Soeben gestartet hat der Bau des neuen St. Martiner Schulzentrums, dem mit gesamt rund 18 Millionen Euro finanziell gesehen größten Projekt, das die Gemeinde bisher je zu bewältigen hatte. An einem Standort werden Mittelschule, Volksschule und Landesmusikschule untergebracht. In einer ersten Etappe wird die Volksschule an die bestehende Mittelschule angebaut. „Die Volksschule wird voraussichtlich in den Sommerferien 2024 bezugsfertig sein. Dann folgt noch die Sanierung der Mittelschule aus den 70er-Jahren.“
Spar Jauker eröffnet
Enorm wichtig für die Gemeinde ist die funktionierende Nahversorgung, die jetzt durch die Übernahme des Spar-Marktes Kastner durch den Aigen-Schlägler Kaufmann Maximilian Jauker auch langfristig bestens abgesichert ist. „Zwei Generationen lang hat die Familie Kastner beste Arbeit geleistet und dafür möchte ich an dieser Stelle noch einmal Danke sagen. Ich bin aber überzeugt, dass es mit Spar Jauker optimal weitergeht und bin sehr dankbar, dass er auch unsere Direktvermarkter mit ins Boot holt. Regionalität soll einer der Schwerpunkte des Marktes werden“, freut sich der Bürgermeister. Wiedereröffnet wird der Markt nach einer kurzen Umbauphase am 7. Oktober.
Klima & Energie
Dem Klimaschutz und der Energiewende hat sich die Marktgemeinde St. Martin voll und ganz verschrieben. „Es ist schon viel geschehen und es wird noch viel geschehen“, resümiert Manfred Lanzersdorfer. Die Gemeinde möchte bis 2040 klimaneutral werden und ist dafür den „Energiewende-Leaders“ beigetreten. Unter anderem sollen die bestehenden Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden noch erweitert werden und man will über eine Erneuerbare Energie-Gemeinschaft ebenfalls nachdenken: „Wenn möglich, wollen wir bei diesem Thema vorne dabei sein und in diese Richtung etwas initiieren. Wir haben schon auf fast allen öffentlichen Gebäuden Photovoltaik und nun müssen wir über die Stromverteilung in St. Martin nachdenken“, sagt Lanzersdorfer. Zudem wird schon bald das Nahwärme-Heizwerk im Ortszentrum ausgebaut. Fünf neue Straßenzüge werden erschlossen.
Blackout-Vorsorge
Ein großes Anliegen ist dem Bürgermeister die Blackout-Vorsorge: „Unsere Feuerwehrhäuser, bis auf das in Untermühl, sind schon notstromversorgt. Im Herbst wollen wir ein Planspiel mit unseren Einsatzorganisationen erarbeiten, damit wir genau wissen, was im Ernstfall zu tun ist.“


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