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Geplantes Hotelprojekt: Kaineder teilt nach Lokalaugenschein die Sorgen der Seitelschlager

Martina Gahleitner, 30.09.2022 11:21

ULRICHSBERG. „Viel zu groß und auch am falschen Standort“: So kommentiert Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder nach einem Lokalaugenschein das geplante Appartementhotel, das in Seitelschlag geplant ist.

Mario Lang und Walter Binder von der Bürgerinitiative gegen das Appartementhotelprojekt trafen sich mit Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder und LAbg. Ulrike Schwarz beim Lokalaugenschein in Seitelschlag (v.l.). (Foto: Land OÖ)

Wie berichtet schmiedet die Schröcksnadel-Gruppe gemeinsam mit dem Stift Schlägl Pläne für ein Aparthotel mit 73 Appartements neben dem Clubhaus des Golfparks in Seitelschlag in Ulrichsberg. Bei den Anrainern stößt das Vorhaben auf heftigen Widerstand (hier geht's zum Bericht).

LR Kaineder schaute sich das Ganze an und teilt die Sorgen der Seitelschlager: „Bei genauerer Betrachtung des Vorhabens sowie in Kenntnis der vielen negativen Stellungnahmen der Fachstellen des Landes Oberösterreich sollte auch der Gemeinde klar sein, dass sie mit einer Möglichmachung dieses Großquartieres einen neuen Fremdkörper im Grünland innerhalb einer hochwertigen und einzigartigen Kulturlandschaft zulassen werden.“ Er stellt eine Verkehrszunahme in Aussicht, außerdem zieht er generell die Attraktivität des Standortes in Zweifel: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Appartementanlagen viele Wintertouristen anziehen wird, da der Hochficht zwar in Sichtweite, aber trotzdem 20 Autominuten entfernt liegt.“

Jedenfalls sei das geplante Projekt „viel zu groß und auch am falschen Standort geplant, wenn man ehrlich ein nachhaltiges und umweltfreundliches Projekt in der Region verwirklichen möchte“, resümierte Stefan Kaineder.

Gemeinderat am Zug

Die Entscheidung, ob die Hotelanlage verwirklicht wird, ist noch nicht gefallen. Der Gemeinderat beschäftigt sich intensiv mit der Angelegenheit und wird dann auf Basis der vorliegenden Unterlagen über eine mögliche Flächenumwidmung als Sondergebiet Tourismus entscheiden.


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