Katrin Wöss ist Soldatin beim Bundesheer: „Landesverteidigung geht alle an“
NEUSTIFT/RIED. Sechs Frauen versehen zurzeit beim Rieder Panzergrenadierbataillon 13 ihren Dienst als Soldatin. Eine von ihnen ist Katrin Wöss aus Neustift.

Nachdem 1998 der Frauenförderungsplan in Kraft getreten war, wurden in der Rieder Kaserne die Unterkünfte adaptiert und im Jahr 2000 rückten die ersten Frauen ein. Mittlerweile wurden 21 Soldatinnen ausgebildet. Wachtmeisterin Katrin Wöss, die aus Neustift stammt und jetzt in Ottensheim lebt, ist als Kommandantin eines Ulan-Schützenpanzers im Einsatz. „Man hat mir gesagt: ,Als Frau wollen Sie das nicht‘– aber gerade das wollte ich“, erinnert sich Wöss. So wie alle ihre Kolleginnen macht sie den Eindruck, die richtige Wahl getroffen zu haben. Probleme mit ihren männlichen Kollegen gebe es nicht: „Wir steigen gemeinsam in den Panzer ein, machen Kurse zusammen. Wir gehören zusammen, egal ob Manderl oder Weiberl.“
Wehrpflicht für Frauen wäre legitim
Da es für Frauen keine Wehrpflicht gibt, können sie, im Gegensatz zu den Männern, jederzeit aufhören. Einer Diskussion über die Wehrpflicht auch für Frauen steht die Mühlviertlerin offen gegenüber: „Landesverteidigung geht alle an, ob beim Heer oder im Zivildienst. Die Wehrpflicht für Frauen wäre legitim.“
Bataillons-Kommandant Oberst Alfred Steingreß würde den Frauenanteil gerne erhöhen: „Mein Ziel ist ein Anteil von zehn Prozent. Das wären 25 bis 30 Frauen. Realistisch gerechnet ist das wohl erst in zehn Jahren möglich.“


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