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SCHWARZENBERG/OÖ. Seit 20 Jahren engagiert sich der Dreiländerinfrastrukturverein mit Obmann Walter Höllhuber aus Schwarzenberg für Projekte in der Region.

Der Dreiländerverein setzt sich seit langem für den Fortbestand der Mühlkreisbahn und deren Anbindung an den Hauptbahnhof ein. (Foto: ÖBB)

Ursprüngliches Ziel der zehn Gründungsgemeinden aus Oberösterreich und Bayern war die Errichtung des Schiliftes Schwarzenberg als Zubringer zum Hochficht. Nach dessen Fertigstellung im Jahr 2002 wurde der Verein mit Südböhmen zum Dreiländerinfrastrukturverein erweitert. Bei der Generalversammlung zum Jahresende gab Vereinsobmann Walter Höllhuber einen Überblick über Projekte, die seitdem unterstützt wurden – vom Grenzübergang Schöneben, der Linzer Donaubrücke, der Umfahrung Passau Nord über den Pumpspeicher Riedl und der Anbindung der Mühlkreisbahn an den Hauptbahnhof. „Erfreulicherweise ist es mittlerweile gelungen, dass die Planung für die Verbindung in Auftrag gegeben wurde. Die derzeit geplante Weiterführung bis Aigen-Schlägl steht ebenfalls fest – mit Elektrifizierung bis Kleinzell und dann als Batteriezug weiter bis Aigen-Schlägl. Gespräche zur weiteren Elektrifizierung würden aber laufen“, informierte Höllhuber.

Windrad-freie Zone

Der überparteiliche Dreiländerverein setzt sich zudem gegen Wildtierkorridore, Grünes Band und Windräder ein. „Wir haben bereits vor 15 Jahren den Böhmerwaldkamm zur Windrad-freien Zone erklärt und an dieser Haltung hat sich nichts geändert“, machte der Obmann zu letzterem Punkt deutlich. Seine Bemühungen gelten nach wie vor der Einstellung der Finanzierung von oö. und tschechischen Anti-Atom-Vereinen aus Steuergeldern. Nachdem mit den Ausbauplänen des AKW Temelin um mehrere Mini-Kraftwerke und der Endlagersuche für Atommüll dieses Thema wieder aktuell geworden ist, betonte Höllhuber: „Gegen eventuelle neuerliche Blockaden, sollten diese geplant sein, werden wir uns wieder einsetzen, denn diese Fragen müssen zwischen den Regierungen in Wien und Prag geregelt werden.“


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