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ROHRBACH-BERG. Wie in der Tips-Ausgabe der Vorwoche berichtet, gab es bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Rohrbach-Berg noch keine Entscheidung über die Umwidmung der Fläche für die geplante Agri-PV-Anlage in Scheiblberg. In einem Leserbrief macht eine unmittelbare Anrainerin ihrem Ärger über das Vorgehen der Errichterfirma EWS Consulting Luft.

Anrainern in Scheiblberg mangelt es an Aufklärung und Gesprächen rund um das geplante Photovoltaik-Kraftwerk. (Foto: EWS Consulting GmbH)

In ihrem Leserbrief schreibt sie Folgendes:

„Die Firma EWS, welche hinter der Planung für die in Scheiblberg geplante Agri-PV-Anlage steht, suggeriert auf ihrer Homepage ein Unternehmen zu sein, welches die Umwelt und die Menschen im Blick behalte. Mit großem Schrecken mussten wir Anrainer in der letzten Gemeinderatssitzung feststellen, dass EWS sich ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft keineswegs bewusst zu sein scheint. Wurde doch die Gemeinde im Glauben gelassen, dass die Firma längst mit allen Anrainern in Kontakt getreten sei und eine entsprechende Einigung erzielt habe. Schleierhaft erschien uns, wie EWS von einer Einigung ausgehen kann, obwohl die Firma weder ein ausgearbeitetes Konzept vorgelegt hat noch ein persönliches Gespräch mit uns gesucht hatte. Daher ist es uns wichtig festzuhalten, dass mit keinem der unmittelbar Betroffenen eine Einigung erzielt wurde. Viel mehr wirkt es so, als ob EWS die Gemeinde gezielt im Irrglauben lassen wollte, um eine möglichst rasche Verabschiedung der Flächenwidmung zu erzwingen. Nicht auszudenken, wenn wir bei der Sitzung nicht anwesend gewesen wären und somit der Beschluss auf Basis dieser falschen Tatsachen durchgegangen wäre.“

Ziel: zukunftstaugliches Energiewendeprojekt

Die Firma EWS Consulting GmbH reagierte nach Tips-Anfrage auf den Brief und schrieb in einer Stellungnahme: „Im Falle des geplanten Projektes EWS Sonnenfeld Scheiblberg fand die erste Vorstellung im Bauausschuss am 29. November 2021 statt, es folgte die Präsentation im Stadtgemeinderat am 8. Februar 2022 in Folge derer auch die Einleitung zum Widmungsverfahren mehrheitlich beschlossen wurde. Am 20. Oktober 2022 wurde in enger Abstimmung mit dem Bürgermeister eine Pressekonferenz im Rathaus Rohrbach abgehalten. Schließlich fand am 12. Jänner 2023, wieder in Abstimmung mit Bürgermeister Lindorfer, ein Informationsabend bzw. Nachbarschaftsgespräche für Anrainer im Rathaus Rohrbach statt. Fragen zu den Themen Blendung und Sichtschutz sowie zum Umspannwerk und zum Abstand der Agri-PV-Anlage zur Bundesstraße wurden diskutiert, mögliche Adaptionen wurden besprochen und es wurde um Vorschläge für weitere Maßnahmen gebeten. Am 21. März 2023 fand ein weiterer Gesprächstermin des Projektleiters mit den Anrainern statt. Weitere Anrainergespräche sind geplant. Fragen und Anregungen zum Projekt können gerne auch direkt an uns gerichtet werden. Das Ziel soll sein, ein zukunftstaugliches Energiewendeprojekt für die Stadtgemeinde Rohrbach-Berg und ihre Bürger umzusetzen.“


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