Mobilitätsverhalten untersucht: Rohrbacher sind vermehrt zu Fuß und mit dem Rad unterwegs
BEZIRK ROHRBACH. Das Land Oberösterreich hat das Mobilitätsverhalten in den Bezirken untersucht. Im Bezirk Rohrbach zeigt sich, dass mehr Menschen zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Mehr Augenmerk muss auf den Öffentlichen Verkehr gelegt werden.

In Summe legt die Wohnbevölkerung im Bezirk Rohrbach jeden Werktag rund 153.500 Wege zurück. Im Vergleich zur Mobilitätserhebung im Jahr 2012 ist das eine Zunahme um rund 13 Prozent. Nach wie vor nimmt der motorisierte Individualverkehr den größten Anteil ein (68,5 Prozent), wobei sich hier ein leichter Rückgang zeigt. Ebenso wie beim Öffentlichen Verkehr, auf den knapp neun Prozent aller Wege entfallen. Es zeigt sich, dass immer mehr Rohrbacher zu Fuß (15,7 Prozent) oder mit dem Rad (4,9 Prozent) unterwegs sind. Die Wege mit dem Rad haben sich im letzten Jahrzehnt sogar mehr als verdoppelt.
Rund 21 Prozent aller Wege entfallen übrigens auf Freizeitwege.
Mehr Binnenwege und mehr Zielwege in den Bezirk
Rund 111.900 Wege (71 Prozent aller Wege) werden täglich innerhalb des Bezirkes durchgeführt – das bedeutet eine Steigerung von 11,2 Prozent gegenüber 2012. 22.700 Wege (15 Prozent) führen aus dem Bezirk hinaus. Etwa 22.100 Wege (14 Prozent) und damit deutlich mehr als vor zehn Jahren führen hinein.
ÖV-Infrastruktur stärken
Der in den Bezirk strömende Verkehr wird vom privaten Kraftfahrzeugverkehr bestimmt, nur zwölf Prozent erfolgten mittels Öffentlichem Verkehr. Deshalb liegt ein Fokus auf der Stärkung der ÖV-Infrastruktur: Die Mühlkreisbahn soll nicht nur auf ihrem Trassenverlauf elektrifiziert werden, sondern auch modernisiert und ausgebaut werden. Im Zuge des Regional-Stadtbahnprojekts ist die Durchbindung der Mühlkreisbahn zum Linzer Hauptbahnhof geplant. Mit dem Erhalt und den Lückenschlüssen im Landesstraßensystem soll der Bezirk besser vernetzt werden. Abseits der regionalen Zentren und Siedlungsräume können bedarfsorientiere Mikro-ÖV Lösungen die Mobilitätsbedürfnisse der nichtmotorisierten Bevölkerung sicherstellen.
Grundlage der Entscheidungen
„Die demografische Verschiebung, also die Zunahme der älteren und der gleichzeitige Rückgang der jüngeren Altersgruppen, stellt auch für die Mobilitätsplanung große Herausforderungen dar. Einerseits ist es wichtig, dass wir eine altersgerechte Mobilität gewährleisten. Das bedeutet, dass wir die Barrierefreiheit, das öffentliche Verkehrsangebot sowie die Zuverlässigkeit des Verkehrssystems stärken und auch sichere Geh- und Radwege weiter ausbauen. Gleichzeitig sind wir gefordert, die Mobilität chancenreich für junge Menschen auszurichten“, betont Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner.
Die Erhebung liefert wichtiges Datenmaterial über das Mobilitätsverhalten der Oberösterreicher als Informationsquelle und Entscheidungshilfe für die Verkehrspolitik und die Verkehrsplanung.


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