Leserbrief: Hort ade, das tut weh
ALTENFELDEN. Zum Tips-Bericht über die Umwandlung des Horts Altenfelden in eine Ganztagsschule (https://www.tips.at/nachrichten/rohrbach/land-leute/649000-hort-altenfelden-wird-ganztagsschule-weichen) hat uns ein Leserbrief erreicht.

Der Hort Altenfelden wird eine Ganztagsschule. Die Institution Hort, die es nun seit rund 17 Jahren in der Gemeinde Altenfelden gibt, verschwindet einfach so per Telefonanruf.
In den vergangenen 17 Jahren haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Bildungseinrichtung Hort mit Liebe und Leidenschaft geprägt und dafür gelebt, die Kinder der Gemeinde (und darüber hinaus) ein Stück weit auf ihrem Weg zu begleiten. Das spezielle offene System im Hort Altenfelden bot Kindern und Erwachsenen eine einmalige Gelegenheit, voneinander zu lernen und einen Ort des Wohlfühlens, der Geborgenheit, aber auch des Lernens zu schaffen.
‚Für die Kinder und Eltern wird sich nichts ändern‘? – eine spannende Aussage. Das System wird umgestellt, die Betreuung neu aufgestellt, persönliche Gespräche über das ‚Warum‘, ‚Wie genau‘ und ‚Wohin die Reise führen wird‘ fanden mit dem Hortpersonal nach mittlerweile schon drei Wochen nicht statt. Der Träger bleibt der Gleiche, somit würden auch die Betreuungspersonen gleich bleiben?!‘ Ich hoffe, man gesteht es uns Mitarbeitenden zu, dass wir aufgrund der noch immer ausstehenden Gespräche und der ungewissen Lage über zukünftige Konditionen mehr als verunsichert sind?! Aufbruchsstimmung liegt in der Luft.
Der jahrelang so wichtige und hochgepriesene Bildungsauftrag, dem der Hort unterliegt, ist innerhalb von Tagen nicht mehr relevant und wichtig. Die vielen Stunden der Dokumentation, Planung, Evaluierung und der Reflexion verlieren binnen Minuten ihren wahren Wert.
Qualität wird wie in vielen anderen Bereichen auch auf Kosten der Quantität hinten angestellt, ist das der Anspruch des angepriesenen Kinderlandes Nummer eins?
Es macht uns traurig, dass man ein gut funktionierendes System einfach so aufgibt, im wahrsten Sinne zerschlägt, ohne Vorwarnung, ohne Gespräche mit den involvierten Mitarbeitern.
Ein Gemeindebeschluss: Und somit ist die Agenda ‚Hort‘ Geschichte.
Verfasserin:Martina Peinbauer, Altenfelden


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