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Mühlviertler Hopfenbauern bieten dem Klimawandel mit Innovationen die Stirn

Petra Hanner, 07.03.2025 18:45

MÜHLVIERTEL. Die Wetterbedingungen stellten auch im vergangenen Jahr eine große Herausforderung für die Hopfenbauern des Mühlviertels dar.

v.l.: Geschäftsführer Manuel Starlinger und Obmann Stefan Hofer dankten Alexander Feiner für seine Informationen rund um neue Hopfenzüchtungen. (Foto: Mühlviertler Hopfenbaugenossenschaft)

Bei der 74. Generalversammlung der Mühlviertler Hopfenbaugenossenschaft mit Sitz in Neufelden blickte Obmann Stefan Hofer auf ein herausforderndes Jahr zurück. Frühjahr und Sommer waren geprägt von extremen Schwankungen, von Frühwärme und Spätfrost bis hin zu Hagelschäden und Hitzewellen. Diese Faktoren beeinflussten die Ernte erheblich, sodass mit 236 Tonnen erneut eine unterdurchschnittliche Erntemenge erzielt wurde.

Wenig Ertrag, hohe Qualität

Trotz dieser Herausforderungen gelang es den derzeit 38 Bauern der Genossenschaft, die hohe Qualität ihrer Ernte zu sichern: Bei der Bonitierung wurden exakt 98,56 Prozent der Proben mit der höchsten Klasse I bewertet. Diese hohe Qualität des Mühlviertler Hopfens wird auf dem Markt sehr geschätzt. Investitionen in die Hopfenverarbeitung in Neufelden sowie die Modernisierung der Betriebsabläufe sichern die langfristige Stabilität der Genossenschaft.

Angesichts der klimatischen Herausforderungen setzt die Genossenschaft verstärkt auf Lösungsansätze wie Bewässerung, den Anbau jüngeren Pflanzguts und die Entwicklung neuer, widerstandsfähiger Hopfensorten. „Die Stabilisierung der Erträge ist unser oberstes Ziel. Bewässerung kann dabei eine wichtige Rolle spielen, und wir unterstützen unsere Mitglieder aktiv bei der Umsetzung entsprechender Maßnahmen“, betonte Obmann Stefan Hofer.

Neue Sorten sichern Zukunft

Ein Höhepunkt der Generalversammlung war der Vortrag von Alexander Feiner von der Firma Hopsteiner. Er präsentierte neue Entwicklungen in der Hopfenzüchtung und zeigte auf, wie innovative Sorten zur Bewältigung der klimatischen Herausforderungen beitragen können. „Durch gezielte Kreuzungen und den Einsatz moderner Züchtungstechniken können wir Hopfensorten entwickeln, die resistenter gegen Trockenheit und Krankheiten sind, ohne dabei an Aroma und Qualität einzubüßen“, erklärte Feiner.

Geschäftsführer Manuel Starlinger fasste die Entwicklungen zusammen: „Wir stehen vor einem Wandel im Hopfenbau. Durch Innovation und Kooperation können wir die Zukunft aktiv gestalten und unseren Mitgliedern auch langfristig eine wirtschaftlich stabile Perspektive bieten.“


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