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Sorgende Gemeinschaft: Im Pilotbezirk Rohrbach entsteht ein starkes Netzwerk für ältere Menschen

Martina Gahleitner, 11.03.2026 06:09

BEZIRK ROHRBACH. Bestehende soziale Strukturen zu vernetzen und durch ein koordiniertes Ehrenamt zu stärken, ist das Ziel der „Sorgenden Gemeinschaft“ – ein Projekt des Sozialressorts des Landes Oberösterreich. Im Bezirk Rohrbach sollen nach Möglichkeit alle Gemeinden eingebunden werden und somit ein Sorgender Pilotbezirk entstehen.

Gut begleitet, können ältere Menschen länger im vertrauten Umfeld leben. (Foto: David/peopleimages.com - stock.adobe.com)

Schaut man sich die soziale Landschaft im Bezirk Rohrbach an, zeigt sich ein vielfältiges Bild an engagierten Vereinen, Initiativen und freiwilligen Akteuren, die Begleitung und Betreuung älterer Menschen übernehmen. Das reicht vom Sozialsprengel Oberes Mühlviertel, dem Sozialmedizinischen Betreuungsring und der Seniorentagesbetreuung im Hansbergland oder in St. Martin über das Wohnen mit Service in Kleinzell sowie geplante Wohnprojekte in Lembach, Rohrbach-Berg und Neustift bis hin zu Essen auf Rädern, gemeinsamen Mittagstischen, die viele Gemeinden anbieten, sowie Selba-Angeboten, pfarrlichen Aktivitäten, Seniorenorganisationen und Nachbarschaftshilfe.

„Wir haben ein gutes Miteinander im Bezirk, darauf können wir stolz sein. Die Sorgende Gemeinschaft will dieses Miteinander stärken, indem bestehende Initiativen besser vernetzt werden“, erklärt ÖVP-Bezirksparteiobfrau und Landtagsabgeordnete Gertraud Scheibl-berger. „Ein solches Netzwerk, das sich kümmert, macht es möglich, dass ältere Menschen möglichst lange in ihrem vertrauten Umfeld leben können.“ Das ist auch der Wunsch der Oberösterreicher: 81 Prozent der Menschen möchten daheim statt im Heim alt werden.

Ehrenamt für Begleitung, Profis für Pflege

30 Pilotgemeinden sind für das Projekt des Landes OÖ, das vom Regionalmanagement begleitet wird, vorgesehen. Scheiblberger stellt sich im Bezirk Rohrbach einen Pilotbezirk vor – entsprechende Beschlüsse in den einzelnen Gemeinderäten vorausgesetzt.

Die Sorgende Gemeinschaft bedeutet für die Gemeinden keinen finanziellen Aufwand. „Es muss nicht immer Geld fließen, um die Lebensqualität zu verbessern – vielmehr kommt es auf Menschen mit der richtigen Einstellung an“, ist die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin überzeugt. Während ehrenamtliche Tätigkeiten in der Begleitung und Betreuung künftig eine größere Rolle spielen und besser koordiniert werden sollen, werden Pflegetätigkeiten selbstverständlich weiterhin von fachlich qualifiziertem Personal geleistet.

Eigenverantwortung spielt zentrale Rolle

Gertraud Scheiblberger weist zudem auf die zunehmende Bedeutung der Eigenverantwortung hin: „Jeder Einzelne kann dazu beitragen, zu Hause alt zu werden. Diese Überlegungen müssen schon früh beginnen“, sagt sie. Die bedarfsorientierte Versorgung im Alter steht unter dem Leitsatz: „So viel Eigenverantwortung wie möglich, so viel Unterstützung wie nötig.“


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