Drei Millionen Euro für das Biathlon- und Langlauf-Leistungszentrum in Rosenau

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Susanne Winter, MA Susanne Winter, MA, Tips Redaktion, 12.11.2019 19:53 Uhr

ROSENAU AM HEGSTPASS. Das Sportland OÖ und der OÖ. Landesskiverband investieren in den nächsten zwei bis fünf Jahren rund drei Millionen Euro in Oberösterreichs Biathlon- und Langlauf-Leistungszentrum in Rosenau/Windischgarsten. Es soll als Top-Trainings- und Wettkampfstätte ausgebaut werden.

Zuerst hatte das Land OÖ das Potenzial der bestehenden Infrastruktur-Standorte geprüft. „Wir haben uns auf Basis der Studien-ergebnisse und in Abstimmung und Koordination mit dem OÖ. Landesskiverband entschlossen, bestehende und funktionierende Trainings- und Wettkampfstandorte in Oberösterreich zu stärken und diese als Top-Trainings- und Wettkampfstätten auszubauen“, erklärt Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP). Unter anderem soll Oberösterreichs Biathlon- und Langlauf-Leistungszentrum in Rosenau/Windischgarsten in den nächsten zwei bis fünf Jahren ausgebaut und neu adaptiert werden. Die geschätzte Investitionssumme liegt bei rund drei Millionen Euro.

Freude über Bekenntnis zur Region

ÖSV Biathlon Nachwuchstrainer und Biathlon-Sektionsleiter der Union Windischgarsten, Reinhard Gösweiner freut sich über das klare Bekenntnis zur Region. „Ich bin positiv überrascht. Es ist für uns eine Chance, dass wir das Biathlon auf einen internationalen Stand bringen können“, so Gösweiner, der eine gute Planung als wichtig erachtet: „Aus meiner Sicht sollte man nichts überstürzen und genau planen. Denn wir wollen alle Auflagen erfüllen.“ Ziel ist ein Ausbau des Schießstandes, um auch internationale Wettkämpfe austragen zu können.

Internationale Wettbewerbe austragen

Der Schießplatz in Rosenau umfasst derzeit 26 Schießbahnen. Mit 30 könnten nicht nur nationale, sondern auch internationale Wettbewerbe ausgetragen werden. Geplant ist ein neuer Schießstand mit Scheibenrampe, Überdachung, Beleuchtung und Schießrampe, Strafrunde, Trainer- und Medienbereich sowie dazugehöriger Infrastruktur.

Ausbau der Skirollerstrecke

Ein Teil der Biathlon-Anlage fungiert im Sommer als Skateanlage, die Sportbegeisterten die Möglichkeiten zum Inlineskaten und Skirollern bietet. Die Skirollerstrecke ist rund zwei Kilometer lang und fein asphaltiert. Diese soll ebenfalls adaptiert und erneuert werden. Ziel ist es, eine 3,3 Kilometer lange Gesamtschleife zu schaffen. Das ist die Sprintdistanz für eine Runde bei den Herren.

Neues Funktionsgebäude geplant

Auch das bestehende Anlagengebäude sei, laut Reinhard Gösweiner, nicht mehr zeitgerecht. Ein neues Funktionsgebäude für Umkleiden, Toiletten und Aufenthaltsraum sei deshalb notwendig. Auch eine Flutlichtanlage wäre wünschenswert.

„Dort, wo es als erstes zum Fahren geht, trainieren die Leute.“

Geplant ist zudem eine Beschneiungs-Anlage mit mobilen Schneekanonen, Anschlüssen und Hochdruckpumpen. „Damit könnten wir in Zukunft schneller und größere Mengen an Schnee produzieren als bisher“, erklärt der ÖSV Biathlon Nachwuchstrainer. Der Windischgarstner sieht darin eine große Chance, um als Ausbildungszentrum attraktiver zu sein: „Man muss einen Schnee garantieren können. Dort, wo es als erstes zum Fahren geht, trainieren die Leute.“

Schneesichere Anlage

Rosenaus Bürgermeister Peter Auerbach hält es für sinnvoll in die Anlage zu investieren, „weil sie sehr schneesicher ist. Es kann in der Regel von Anfang Dezember bis Ende März gelaufen werden.“ Positiv überrascht ist er von der geplanten Investitionshöhe von drei Millionen Euro, denn „wir tätigen derzeit bereits eine Investition von 300.000 Euro auf drei Jahre, die nächstes Jahr abgeschlossen wird. Wir investieren in ein neues Loipengerät um 45.000 Euro, sanieren einige Brücken und tauschen sämtliche Verwaltungsgebäude aus Holz auf Container aus. Aus touristischer Sicht und aus Sicht des Trainings war das unbedingt notwendig.“

Betriebskosten können derzeit nicht alleine von den Einnahmen gedeckt werden

Die Anlage wird nicht nur von Vereinsmitgliedern, sondern auch von den Einheimischen, Gästen und Schülern der Neuen Mittelschule Windischgarsten und der Volksschulen genutzt. Seit heuer gibt es in der Skimittelschule Windischgarsten auch den Zweig „Nordisch“.

Laut Peter Auerbach könnten die Betriebskosten alleine von den Einnahmen derzeit nicht gedeckt werden, es brauche Spon-sorgelder sowie den Zuschuss der fünf beteiligten Gemeinden und Betreiber – das sind der Sportverein SV Rosenau Edlbach und die Union Windischgarsten gemeinsam mit dem Tourismusverband.

 

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