Kleiderannahme beendet: Zwei Container sind gefüllt für die nächsten Flüchtlinge
SARLEINSBACH. Noch mal fleißig waren in den letzten Tagen die Helfer in der Kleidersammelstelle. Sie haben alle Vorräte sortiert, bei Bedarf geflickt, gewaschen und damit zwei Container angefüllt. Somit ist man gerüstet, wenn die nächsten Flüchtlinge auf der Durchreise in Nebelberg ankommen.

Mäntel, Jacken, Pullover, Hosen, Babysachen, Unterwäsche oder Schuhe – man kann es gar nicht beziffern, wie viele Kleidungstücke die freiwilligen Helfer in den letzten zwei Monaten in der Stocksporthalle in Sarleinsbach sortiert haben. Jetzt ist die Annahme geschlossen, die Halle ist wieder geräumt für die Sportler. Martina Reischl, Koordinatorin der Kleiderannahme und -ausgabe, zieht Bilanz: „Socken und Handschuhe sind uns zwar täglich ausgegangen, aber wir haben ganz, ganz viele Spenden bekommen. Auch die Organisation über Facebook hat sehr gut funktioniert“, resümiert die Landwirtin aus Mistlberg in Kollerschlag. Auch aus Deutschland ist die Sammelstelle regelmäßig beliefert worden. „Wir haben gut mit dem Deutschen Roten Kreuz zusammengearbeitet. Wenn uns Sachen ausgegangen sind, haben wir nur anrufen müssen und haben Nachschub bekommen“, berichtet Reischl.
Zwei Container für das (noch nicht geöffnete) Transitzentrum in Nebelberg hat das Rote Kreuz mit den letzten Kleidervorräten aus Sarleinsbach angefüllt. Die Sachen sollen dort gezielter ausgegeben werden. „In Hanging gab es viel Provisorium, jeden Tag haben wir neu dazugelernt. Aber eins muss man schon sagen: Polizei, Rotes Kreuz, Bundesheer – sie haben jeden Tag gute Leistungen erbracht“, sagt Martina Reischl. Es war eine „irrsinnig anstrengende Zeit“, die jetzt hinter der Helferin der ersten Stunde liegt, „das geht schon an die Substanz. Aber es war auch eine sehr erfahrungsreiche Zeit. Ich würde es sofort wieder machen.“
Sommerkleider werden anderswo gebraucht
Was für die Flüchtlinge nicht mehr benötigt wird, bekommen die Hilfsorganisation ora international oder die Rumänienhilfe. Maria Höfler, ebenfalls von Beginn an eine emsige Helferin, weiß mehr darüber: „Viele Decken und Schlafsäcke hat uns die Altenfeldner Wäscherei gereinigt und die werden jetzt gespendet. Ebenso wie die Sommerkleidung, Schlapfen oder andere nicht geeignete Sachen, die hier angeliefert wurden.“ Verschwendet wird in der Kleidersammelstelle nämlich nichts.


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