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BEZIRK ROHRBACH. Oft sind es akute Krisen, in die Menschen geraten; oft auch länger andauernde schwierige Lebenssituationen, die sie daran denken lassen, einen Schlusspunkt in ihrem Leben zu setzen. Der heutige Welt-Suizidpräventionstag will verstärkt Bewusstsein dafür schaffen.

Im Herbst mit den vielen tristen Tagen steigt die Zahl von Hilfesuchenden. Foto: Angela L./pixelio.de

Mehr als 1000 Personen sterben jedes Jahr durch Suizid, die Selbstmord-Versuche wird diese Zahl um das 10- bis 30-fache übersteigen. Einem Suizid gehen meist schwere Depressionen voraus, weiß man in der Arcus-Beratungsstelle Mikado in Sarleinsbach. Hier merken die Experten besonders in den Herbst- und Wintermonaten einen großen Zulauf von Hilfesuchenden.

Alarmsignale für einen drohenden Suizid sind etwa der soziale Rückzug, Stimmungsschwankungen, Formen des Abschied nehmens, wie das Verschenken von geliebten Gegenständen, Schulden zahlen oder Erbschaft regeln, vermehrter Alkohol- und Drogenkonsum. Oft wird die Tat auch direkt oder indirekt angedroht. Diese Drohungen sollte man ernst nehmen und den Betroffenen direkt auf Suizidgedanken ansprechen. „Fragen Sie auch nach, wie sich ein Suizid auf Angehörige, Freunde, Kinder auswirken kann – möglicherweise gelingt es, den Betroffenen auf eine andere Sichtweise zu bringen“, sagt Mikado-Leiterin Ingrid Föderl-Höbenreich. Wichtig ist, für Entlastung in Form von Schlafen, Essen und Trinken zu sorgen und Kontakt zu Ärzten und Beratungseinrichtungen herzustellen.

Männer haben ein 3-fach höheres Suizidrisiko als Frauen. Auch bei Menschen über 65 Jahren ist das Risiko, durch Suizid zu versterben, höher als bei jungen Menschen.


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