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BEZIRK ROHRBACH. Eine Strukturanalyse im Einzelhandel bringt oberösterreichweit ein erfreuliches Ergebnis: Die Zahl jener Gemeinden, die ohne Nahversorger auskommen müssen, ist seit 2012 erneut zurückgegangen. Anders im Bezirk Rohrbach: Hier ist diese Zahl auf neun angewachsen.  

  1 / 2   Die Zahl der Gemeinden ohne eigenen Nahversorger ist in Oberösterreich weiter zurückgegangen - im Bezirk Rohrbach allerdings ist eine dazugekommen. Foto: Wodicka

Für Gremialobmann Johannes Jetschgo, Kaufmann in Sarleinsbach, zeigt sich insgesamt eine erfreuliche Situation. Denn vereinzelt haben sich in Gemeinden, die 2012 noch ohne Nahversorger waren, nun Nahversorger etabliert. „Nur mehr 41 oberösterreichische Gemeinden haben keinen Nahversorger. 2012 waren es noch 48, 2009 waren es 56. Mit diesem Ergebnis zeigt sich, dass Oberösterreich so gut versorgt ist, wie nur wenige Bundesländer“, kommentiert er die Studie, mit der das Institut market calling beauftragt wurde.

Im Bezirk Rohrbach sind neun Gemeinden ohne Lebensmittel-Geschäft bzw. Nahversorger:  Ahorn, Afiesl, Atzesberg, Auberg, Hörbich, Lichentau, Schönegg, St. Oswald, St. Ulrich (2012 waren es acht). Nur in Ried  sind die Gemeinden ohne Nahversorger ebenfalls mehr geworden; in allen anderen Bezirken blieb die Zahl gleich bzw. ist gesunken.

„Generell ist der Lebensmitteleinzelhandel in Oberösterreich weiterhin von sehr individuellen, selbstständigen und eher klein ausgerichteten Unternehmen geprägt“, zeigt Jetschgo auf. Knapp die Hälfte der Unternehmen in dieser Branche haben eine Verkaufsfläche bis maximal 80 Quadratmeter. Etwa zwei Drittel sind selbständig.

Nahversorgungs-Förderung wird verlängert

Die größten Herausforderungen sehen die Unternehmer im Bereich Marketing und Kundenakquise, aber auch die Konkurrenz und die Erhaltung des Geschäfts belastet Lebensmittelhändler. Um die Nahversorger bei Investitionen zu unterstützen, wird das Land OÖ die einzelbetriebliche Nahversorgungsförderung um weitere zwei Jahre verlängern. „Das Programm hat sich bewährt, wie das Ergebnis der Studie klar belegt“, freut sich Wirtschaftslandesrat Michael Strugl (VP). Die Absicherung der Nahversorgungsstrukturen in Oberösterreich bedeute zugleich auch den Erhalt von Arbeitsplätzen und Ausbildungsstellen in den Regionen.  „Lebensmittelhändler, Gastronomiebetriebe, Fleischer und Bäcker vor Ort sind nicht nur wichtige Knotenpunkte im sozialen Gefüge einer Gemeinde, sondern auch gerade für weniger mobile Menschen eine wichtige Erleichterung im Alltag. Angesichts der immer älter werdenden Bevölkerung gewinnt auch eine funktionierende Nahversorgung eine immer größere Bedeutung“, ergänzt Strugl.


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