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Senegal trifft Mühlviertel: Landwirtschaft hat mit gleichen Problemen zu kämpfen

Martina Gahleitner, 11.01.2017 07:05

SARLEINSBACH. Über Ressourcen schonende Landwirtschaft haben sich Josef Eder, Geschäftsführer der Bio-Hofbäckerei Mauracher, und seine westafrikanischen Gäste ausgetauscht und dabei viele Gemeinsamkeiten entdeckt.

Landwirtschafts-Vertreter aus dem Senegal besichtigten die Bio-Hofbäckerei Mauracher (v.l.): Andreas Eder, Elisabeth und Josef Eder, Serigne Moustapha Sylla, Ibrahim Cissé. Foto: Mauracher-Hof

Serigne Moustapha Sylla ist Präsident einer Organisation vieler Bauern, die sich für die landwirtschaftliche Entwicklung und den Fortschritt im Senegal einsetzen und auch mit dem Staat zusammenarbeiten. 80 Prozent der Erwerbstätigen sind in dem westafrikanischen Land in der Landwirtschaft beschäftigt. Bei seinem Besuch in Bayern und Österreich führte ein Abstecher auch auf den Mauracherhof, wo beim Rundgang durch die Bio-Hofbäckerei schnell Gemeinsamkeiten in den Wertevorstellungen entdeckt wurden. „Beide sind wir damit konfrontiert, dass die Wirtschaftsinteressen zu sehr im Vordergrund stehen und auf die Bedürfnisse unserer Enkelkinder-Generation zu wenig eingegangen wird. Die Pflege von Natur, Insekten, Bodenlebewesen, Luft und Wasser sind bedeutend, dass es in der Landwirtschaft und mit unseren Lebensgrundlagen schlüssig weitergeht“, betont Josef Eder. Sowohl im Senegal, als auch im Mühlviertel müsse es um die Erhaltung und Weiterentwicklung des regional angepassten Saatgutes gehen. „Wie das zu bewerkstelligen ist, darüber haben wir unsere Visionen und Gedanken ausgetauscht“, ergänzt Eder.

Leben von und mit der Natur

Serigne Moustapha Sylla ist selbst produzierender Bauer und baut auf 40 Hektar Erdnüsse an. Er setzt sich dafür ein, dass die Bauern von und mit der Natur gut leben können. Eder: „Er sieht die Grenzen des Wachstums in unserer hochentwickelten Welt und war von unseren Bemühungen am Hof zum Schutz von Lebensraum sowie zur Nutzung natürlicher Ressourcen und Kreisläufe bei Energieversorgung, Recycling und Transportwesen, angetan.“

Der interkulturelle Austausch wird eine Fortsetzung finden, denn „wir wurden zum Gegenbesuch nach Westafrika eingeladen“, freut sich Josef Eder.


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