Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

SAXEN. Tips bat in den vergangenen Tagen Bürgermeister, die im September in ihren Gemeinden nicht mehr für das Amt kandidiert haben, zum Gespräch. Der erste Termin führte nach Saxen, wo es Ernst Haslinger (FPÖ) nach vier Perioden als Ortschef in Zukunft etwas ruhiger angehen wird.

Ernst Haslinger (72) leitete ab dem Jahr 1991 vier Perioden lang die Geschicke der Gemeinde Saxen als Bürgermeister. Foto: Hochgatterer

Tips: Worin lag zu Beginn ihrer Laufbahn die Motivation für ein politisches Engagement begründet?

Haslinger: Ich wollte Veränderung bewirken. Anstatt zu jammern hab ich mir gedacht, probier“s doch einfach mal. Zu dem sind in unserer Gemeinde viele wichtige Projekte wie der Bau der Kläranlage oder die Fertigstellung der Musikhauptschule angestanden, bei denen ich mich einbringen wollte.

Tips: Sie haben viermal hintereinander als Bürgermeister das Vertrauen bekommen – welches Erfolgsgeheimnis steckt hinter Ernst Haslinger?

Haslinger: Ich habe immer hundert Prozent für die Einwohner von Saxen gegeben und mich in meiner Amtszeit voll und ganz der Gemeindearbeit gewidmet. Deshalb hab ich auch keine Ämter und Funktionen auf überregionaler Ebene angenommen. Die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger von Saxen standen bei mir immer an erster Stelle.

Tips: Was waren in den 24 Jahren als Ortschef die größten Herausforderungen?

Haslinger: Dazu ist auf jeden Fall die Sanierung der Musikhauptschule zu zählen. Nach dem Deckeneinsturz wurde der Unterricht provisorisch in Containern fortgeführt. In dieser schwierigen Phase haben aber zum Glück alle an einem Strang gezogen. Eine große Herausforderung waren auch die Hochwässer und die damit verbundene Absiedelung aus den Ortsteilen Eizendorf, Saxendorf, Froschau und Dornach.

Tips: Wie würden Sie das politische Klima in Saxen beschreiben?

Haslinger: Im Großen und Ganzen wurde konstruktiv gearbeitet. Davon zeugen viele gemeinsam gefasste Beschlüsse. Vor allem mit der SPÖ gab es oftmals Übereinstimmungen. Beim Budget hat sich die ÖVP meist quergelegt und dagegen gestimmt. Da gab es durchaus Konfliktpotenzial.

Tips: Was wünschen Sie sich für die Zukunft von Saxen?

Haslinger: Dass mein eingeschlagener Weg fortgesetzt wird und es mit Saxen weiter aufwärts geht. Vieles konnte erreicht werden, wie etwa die Sicherung der Nahversorgung oder die Errichtung des Betriebsgebietes an der B3. Seit heuer ist auch die neue Schulküche in Betrieb. Die Sanierung des Friedhofsareals steht kurz vor dem Abschluss. Durch unseren Einsatz im Bereich Wohnbau haben wir etwa heute mehr Einwohner als vor der hochwasserbedingten Absiedelung. Ebenfalls wünsche ich mir, dass der Bau des neuen Feuerwehrzeughauses bald umgesetzt werden kann. Mein Nachfolger Erwin Neubauer verfügt bereits über zwölf Jahre Erfahrung in der Gemeindearbeit und wird das schaffen. Ich möchte ihm auf diesem Wege auch alles Gute für seine erste Amtszeit wünschen. Zurückblickend auf die diesjährige Wahl muss ich sagen, dass alle drei Kandidaten (Anm: es kandidierten auch Rosa Ecker und Hubert Schlager) das Zeug zum Ortschef hatten.

Tips: Welche Weggefährten sind Ihnen in ihrer langen Amtszeit ans Herz gewachsen?

Haslinger: Bei dieser Frage muss ich sofort an unseren leider viel zu früh verstorbenen Amtsleiter Karl Engler denken. Er war ein toller Mensch und hat auch in seiner Freizeit viel Positives für die Gemeinde Saxen bewirkt.

Tips: Wie werden Sie ihre private Zukunft gestalten?

Haslinger: In erster Linie freue ich mich natürlich über mehr Freizeit, in der ich meine Hobbys wie das Fischen in Ruhe ausüben kann, und als großer Fußballfan auf viele Sportplatzbesuche, wo ich der Union Saxen die Daumen drücken kann. Ganz aus der Politik werde ich mich aber nicht zurückziehen. In welchen Funktionen ich weitermache, lasse ich mir noch offen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden