Südafrikanische Gastmutter zu Besuch in Schärding
SCHÄRDING. Susanne Reisner aus Schärding verbrachte ein Highschool-Jahr an der öffentlichen Mphaphuli High School in Thohoyando im ehemaligen Homeland Venda in Südafrika und wohnte bei einer bantusprachigen Gastfamilie. Nun besuchte die Gastmutter Susanne Reisner in Schärding.

Die 1,2 Millionen Angehörigen der Ethnie Venda waren in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts die ärmsten und am wenigsten gebildeten Menschen Südafrikas. Dieser Bildungsrückstand wurde seit dem Ende der Apartheid aufgeholt und nun sind sie die gebildetsten schwarzen Südafrikaner. Susanne Reisners Eindruck während ihres Highschool-Jahres war, dass die Schüler sehr fleißig und motiviert sind, der Schulbesuch durch kostenlose Schulbücher und Schulutensilien sowie gratis Mittagessen gefördert wird.
Besuch aus Südafrika
Im August hatten die Reisners zwei Wochen Besuch von Susannes südafrikanischer Gastmutter Tshilidzi Mercy Mutshembele (70 Jahre) und deren Schwägerin Wilheminah Netshifhefhe (60 Jahre). Es war zunächst sehr schwierig, ein Touristenvisum zu bekommen, aber nach Monaten hat es schließlich doch noch geklappt. „Wir konnten den beiden Damen einen guten Eindruck von Oberösterreich, dem angrenzenden Bayern, Salzburg und Wien vermitteln und es ist schön, dass der Kontakt weiterhin aufrecht bleibt“, freute sich auch Susannes Mutter, Hannelore Reisner, über den Besuch.
Von Ausflügen, Besichtigungen, Konzert im Schloss Zell an der Pram, Vernissage in Wernstein mit Landeshauptmann Pühringer, Kräutermesse zu Mariä Himmelfahrt bis zu heimischer Küche und Marillenknödeln haben sich die beiden Frauen für alles interessiert. Sie sind überall freundlich aufgenommen worden und mit sehr vielen guten Eindrücken nach Hause gefahren. Die bunten Häuser in Schärding haben ihnen besonders gut gefallen und die Wasserstandsmarken am Wassertor und Hochwasserfotos im Granitmuseum haben sie sehr beeindruckt. Auch das Stadtmuseum, in dem sie durch die kompetenten Erklärungen der Mitarbeiterin einen Einblick in das Leben vergangener Zeiten erhielten, war für sie sehr interessant. Überraschend war, dass ihr Grundnahrungsmittel Mais hier überall angebaut, aber nicht gegessen wird, dass es in den Badeseen keine Krokodile gibt und dass man kaum Angst vor Überfall und Gewaltverbrechen haben muss.


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