Tagesmütter Innviertel: Kinderbetreuung am Arbeitsplatz
SCHÄRDING. Auch diesen Sommer bot das LKH Schärding in Zusammenarbeit mit den Tagesmüttern Innviertel eine Kinderbetreuung an, um Bediensteten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern.

Seit 2012 arbeitet das LKH eng mit dem Verein der Tagesmütter Innviertel zusammen und stellt die Betreuung von 25 Kindern im Alter von drei bis elf Jahren sicher. „Die Anzahl der Anmeldungen bestätigt uns, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen insbesondere in den Ferien groß ist“, berichtet Betriebsrat Franz Hamedinger. Maria Schulz-Berger, Geschäftsführerin der Tagesmütter Innviertel, erzählt im Tips-Interview Näheres über die Entwicklung der Sommerkinderbetreuung, die Vorteile für Kinder, Eltern und Betrieb sowie die Entwicklung der Tagesmütter Innviertel.
Tips: Seit wann gibt es die Kinderbetreuung im Sommer im Bezirk?
Maria Schulz-Berger: Die Sommerbetreuung im Krankenhaus Schärding findet zum vierten Mal statt. Wir waren in ganz Oberösterreich die Pioniere dieser Betreuungsform. Dem Krankenhaus Schärding wurde vor zwei Jahren der Familienpreis dafür verliehen. Dieses Jahr wird die Kinderbetreuung auch für die Mitarbeiter des AMS Schärding angeboten.
Tips: Wäre es für Sie denkbar, in Zukunft Kinderbetreuung im Sommer auch in anderen Firmen des Bezirkes anzubieten?
Schulz-Berger: Wir sind für jede Anfrage von Betrieben offen. Die Betriebe sollten im Frühjahr ihr Interesse bei uns im Verein bekannt geben und eine Bedarfserhebung bei ihren Mitarbeitern durchführen. Ebenso muss unser Verein noch abklären, ob geeignete Räumlichkeiten im Betrieb zur Verfügung stehen.
Tips: Welche Voraussetzungen müssten im Betrieb gegeben sein?
Schulz-Berger: Raumerfordernisse wären ein großer Spielraum, WC und Essbereich für die Kinder, weiters sollte Bewegung und Spiel in freier Natur möglich sein. Ein externer Spielplatz im Ort reicht auch aus. Weiters ist es auch möglich, dass man gemeindeübergreifende Sommerbetreuungen anbietet.
Tips: Wie läuft die Sommerkinderbetreuung ab?
Schulz-Berger: Laut Gesetz darf eine Tagesmutter in der Sommerbetreuung bis zu zehn Kinder, jedoch fünf Kinder gleichzeitig im Alter von ein bis zwölf Jahren betreuen. Unser Angebot ist sehr vielfältig. Es werden verschiedenste Ferienaktionen durchgeführt. Auf die Wünsche der Kinder wird eingegangen und sie verbringen viel Zeit in der Natur. Es werden Ausflüge organisiert, es wird viel gebastelt und gesungen und die Kinder erhalten auch einen Einblick in das Arbeitsfeld der Eltern. Vorteile für Eltern, Kinder und Betrieb sind die Betreuung in einer Kleingruppe von fünf Kindern, Eltern wissen ihr Kind in der Nähe und Kinder lernen den Arbeitsplatz der Eltern kennen. Die Eltern gehen entspannter und beruhigter ihrer Arbeit nach. Zufriedene Eltern, bedeutet motivierte leistungsfähige Mitarbeiter und der Betrieb unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Weiters entstehen für die Eltern keine zusätzlichen Anfahrtswege, was eine große Zeit- und Organisationsersparnis mit sich bringt.
Tips: Welche Entwicklung haben die Tagesmütter Innviertel in den letzten Jahren genommen?
Schulz-Berger: Die Tagesmutterarbeit hat eine Aufwertung in der Gesellschaft erhalten. Tagesmütter sind unverzichtbar und ergänzen die institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen.


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