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SCHÄRDING/WESENUFER. Unter dem Motto „Wir helfen gemeinsam“ arbeitet die Steuerungsgruppe „Flüchtlingskoordination Schärding“ der BH Schärding. Das Thema „Unterbringung von Asylwerbern“ ist eine große Herausforderung. Seit Anfang Juli beschäftigt sich die Arbeitsgruppe intensiv mit dem Thema und kann mittlerweile auf einige Erfolge verweisen.

  1 / 2   Asylwerber und ihre freiwilligen „Deutschlehrer“ vor dem Pfarrhof Wesenufer, der als Schule dient.

Nach zweimonatiger Tätigkeit der Steuerungsgruppe und insgesamt elf Sitzungen konnten alle Gemeinden des Bezirkes Schärding besucht und über die aktuelle Flüchtlingssituation informiert werden. Zu den Sitzungen wurden zusätzlich Systempartner wie Blaulichtorganisationen, Wirtschaftskammer, AMS, der Bezirksschulinspektor, Kirchen sowie ehrenamtliche Verbände und Vereine wie Union, ASKÖ oder ASVÖ eingeladen.“Wir konnten mittlerweile 260 Flüchtlinge unterbringen und 150 zusätzliche Plätze fixieren. Außerdem werden gerade zahlreiche Quartiere auf ihre Eignung überprüft“, erklärt der Vorsitzende der Steuerungsgruppe, Bezirkshauptmann Rudolf Greiner. Die Einbindung der Gemeinden und der Bevölkerung steht im Vordergrund der „Flüchtlingskoordination Schärding“, denn eine offene Kommunikation trägt zu einer besseren Aufnahme der Flüchtlinge bei.15 Flüchtlinge in WesenuferDass dies ausgezeichnet funktioniert, beweist die Gemeinde Waldkirchen, wo seit Anfang Juli 15 Flüchtlinge (zwei afghanische Familien sowie junge Syrer) in einer Privatunterkunft in Wesenufer untergebracht sind. Bürgermeister Herbert Strasser ist stolz auf seine Gemeindebürger. „Ich möchte mich bei der Bevölkerung bedanken, dass die Flüchtlinge so positiv aufgenommen wurden und menschenwürdig betreut werden. Betonen möchte ich aber auch, dass nicht nur in Waldkirchen bzw. Wesenufer die Betreuung der Flüchtlinge funktioniert, sondern auch in den anderen Gemeinden des Bezirkes, die Asylwerber aufgenommen haben.“ Dankbar zeigt er sich auch über das Engagement von Frauen und Männern, die ehrenamtlich zweimal wöchentlich Deutsch mit den Flüchtlingen lernen. Außerdem werden Kleider- und Sachspenden für die Asylwerber gesammelt und im Minimarkt des Seminarkulturhauses gibt es die Möglichkeit Lebensmittel zu kaufen und in ein Körberl zu legen. Die Minimarkt-Mitarbeiter verteilen diese Spenden dann an die Flüchtlinge. „Für mich hat sich gezeigt, dass die Aufnahme von Flüchtlingen gut funktioniert, wenn es sich um eine kleine Einheit handelt, die Betreuung durch Ehrenamtliche erfolgt und sich vor allem auch die Gemeinde engagiert und die Betreuung steuert“, so Strasser. So beschäftigt die Gemeinde abwechselnd jeweils zwei bis drei Flüchtlinge für Arbeiten im Bereich der Gemeinde und öffentlichen Einrichtungen. „Die Asylwerber sind zu mir gekommen und haben gefragt, ob ich Arbeit für sie hätte. Sie wollen nicht den ganzen Tag herumsitzen und nichts tun“, erklärt Strasser den Schritt, die Männer im Bauhofteam mitarbeiten zu lassen. Die Gemeinde hat auch ein Spendenkonto (siehe Infobox) eingerichtet. Von den Spenden werden z. B. Boxen für die Kleidung der Asylwerber angekauft.Weitere Quartiere gesuchtDie „Flüchtlingskoordination Schärding“ sucht nach wie vor geeignete Quartiere. Als Ansprechpartner steht Friedrich Burgstaller unter 07712/3105-70346 oder per E-Mail „friedrich.burgstaller@ooe.gv.at“ zur Verfügung.Spendenkonto:RAIKA: IBAN AT29 3444 2000 0053 5013Sparkasse: IBAN AT60 2033 0004 0006 0521Kennwort „Flüchtlinge“


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