Verschlechterung der Kinderbetreuungsangebote im Bezirk Schärding
SCHÄRDING. Der mittlerweile 16. Kinderbetreuungsatlas der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich zeigt: Von einem forcierten Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen kann leider keine Rede sein. Im Bezirk Schärding gibt es keine einzige „1A-Gemeinde“ mehr. St. Florian/Inn hat gegenüber dem Vorjahr die Öffnungszeiten im Kindergarten eingeschränkt und damit den Status einer „1A-Gemeinde“ verloren.

Als Maßstab für das Ermöglichen einer Vollzeitbeschäftigung hat die AK den Vereinbarkeitsindikator für Beruf und Familie (VIF) herangezogen, der für Kindergärten mindestens 45 Stunden wöchentliche Öffnungszeit, werktags Montag bis Freitag, an vier Tagen pro Woche mindestens 9,5 Stunden geöffnet, das Angebot eines Mittagessens und maximal fünf Wochen im Jahr geschlossen, vorsieht. Gemeinden, die diese Voraussetzungen erfüllen und auch eine Betreuung für unter Dreijährige und Volksschulkinder anbieten, werden als „1A-Gemeinden“ positiv hervorgehoben.
Ergebnisse für Schärding
Vier Gemeinden des Bezirkes konnten ihr Angebot seit dem Vorjahr verbessern: In Rainbach/Innkreis konnte die Nachmittagsbetreuung für den Kindergarten verbessert werden, in St. Roman konnte die Nachmittagsbetreuung für die Volksschüler über eine Kooperation mit Münzkirchen ausgebaut werden, in St. Willibald gibt es jetzt auch eine institutionelle Betreuung für die unter Dreijährigen und Wernstein konnte sich von E auf B verbessern, weil eine Betreuung für unter Dreijährige eingerichtet wurde und im Kindergarten durchgängig ein Mittagessen angeboten wird bzw. auch die Nachmittagsbetreuung im Kindergarten und für Volksschüler ausgebaut wurde. Elf der insgesamt 30 Gemeinden im Bezirk fallen in die Kategorie „A“ und haben sowohl ein Angebot für unter Dreijährige und Volksschulkinder als auch einen Kindergarten mit Mittagessen und Öffnungszeiten von acht Stunden oder mehr täglich. In 3,3 Prozent der Schärdinger Gemeinden gibt es kein Betreuungsangebot für unter Dreijährige, in 33,3 Prozent keine Betreuung für Volksschulkinder. 16,7 Prozent der Gemeinden bieten kein Mittagessen im Kindergarten und 63,3 Prozent haben Kindergärten, die weniger als acht Stunden täglich geöffnet sind. „Von den Arbeitnehmern wird immer mehr Flexibilität verlangt. Der Ausbau und die Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen halten damit nicht Schritt“, sagt AK-Präsident Johann Kalliauer. Detailergebnisse sind auf ooe.arbeiterkammer.at zu finden.


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