Eine Liste für gemeinsame Sicherheit
BEZIRK. 26 Gemeinden haben sie, vier Gemeinden brauchen keine - Sicherheitsbürger in den Gemeinden, die als Bindeglied zwischen Polizei und Bevölkerung sowie als Vertrauenspersonen fungieren sollen. Sie wollen für ihre Mitbürger da sein, wenn der Schuh drückt, und hören sich die Probleme in der Heimatgemeinde an, die Menschen nicht gleich der Polizei erzählen wollen. „Sicherheit gemeinsam gestalten ist uns im Bezirk Schärding ein Anliegen“, erklärt Bezirkspolizeikommandant Matthias Osterkorn. Die restlichen vier Gemeinden (Schärding, St. Florian, Kopfing und St. Marienkirchen) nehmen nicht teil.

In St. Marienkirchen habe dies einen einfachen Grund, wie Bürgermeister Bernhard Fischer erklärt: „Wir haben hier eine besondere Situation. Wir haben elf aktive Polizisten, die fest in der Gesellschaft verankert sind. Jeder Bürger ist zudem angehalten, bei Auffälligkeiten sofort eine Meldung zu machen. Keiner sollte die Scheu haben die Kurzwahl der Polizei zu wählen.“ Eine der Gemeinden, die mit Matthias Strasser einen Sicherheitsbürger gefunden haben, ist Engelhartszell. Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr sieht seine Aufgabe als Sicherheitsbürger darin, Menschen die „Scheu vor der Polizei“ zu nehmen. „Menschen denken sich, das sollte die Polizei wissen, sagen will es aber keiner, da sie nicht als Wichtigtuer dastehen wollen. Viele haben aber auch ganz einfach nur Angst etwas anzubringen, weil sie glauben, das sei zu unwichtig es der Polizei mitzuteilen. Wie immer im Leben sind das aber genau die Dinge, die sich aufschaukeln und vom „Kleinen zum Großen“ Problem werden“, erklärt Matthias Strasser den Grundgedanken der „Sicherheitsbürger“.Schärdings Bürgermeister Franz Angerer kann sich nach wie vor nicht mit dem Projekt anfreunden. Er sei „kein Freund von Bürgerwehren und Privatsheriffs und halte nichts von einem Spitzelstaat. Ich bin für eine starke Polizei und ein gut gerüstetes Bundesheer. Vor einiger Zeit noch wurden kleine Wachstuben geschlossen, mit der Begründung einer Erhöhung der Sicherheit; hierbei wurde der einst beste Kontakt zwischen Staatsbürger und Exekutive mutwillig zerstört.“
Das sind die Sicherheitsbürger in den Gemeinden
Altschwendt: Josef Söberl
Andorf: Rosemarie Mayer
Brunnenthal: Ferdinand Danielauer
Diersbach: Martin Kammerer
Dorf/Pram: Thomas Richter
Eggerding: Josef Kohlbauer
Engelhartszell: Matthias Strasser
Enzenkirchen: H. Ringer/H. Grüneis
Esternberg: Gerald Kropf
Freinberg: Christian Graf
Mayrhof: Johann Blümlinger
Münzkirchen: Günter Lautner
Raab: Alfred Panholzer
Rainbach: Maria Grill
Riedau: Franz Schabetsberger
St. Aegidi: Helmut Klaffenböck
St. Roman: F. Wallner/S.Stadler
St. Willibald: Rudolf Radlmaier
Schardenberg: Günter Haderer
Sigharting: Johann Schwarz
Suben: Friedrich Mairinger
Taufkirchen: Siegfried Spitzenberger
Vichtenstein: Martin Fesel
Waldkirchen: Manfred Gahleitner
Wernstein: Josef Piroth
Zell/Pram: Maria Ertl


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden