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Neues Projekt der Leader-Organisationen des Innviertels: „Direktvermarktung Innviertel – Gemeinsam Wertschöpfen“

Omer Tarabic, 05.02.2019 16:32

INNVIERTEL. Die Leader-Regionen Oberinnviertel-Mattigtal, Sauwald-Pramtal und Mitten im Innviertel machen gemeinsame Sache und wollen die Direktvermarktung im Innviertel auf unterschiedlichsten Ebenen fördern. 

Vertreter der Leader-Regionen des Innviertels machen gemeinsame Sache und wollen Direktvermarktern unter die Arme greifen. (Foto: Tarabic)

In den kommenden drei Jahren soll von Braunau bis Schärding unter der Projekt-Trägerschaft vom Verein „Wie“s Innviertel schmeckt“ gemeinsam mit und für die Direktvermarkter gearbeitet werden. „Es geht darum, durch Vernetzung und Kooperation erfolgreich zu sein. Wir wollen Direktvermarktern eine Plattform geben, um ihre Produkte erfolgreich zu verkaufen“, berichtet Alois Selker, Obmann des Vereins „Wie“s Innviertel schmeckt“. „Gerade wenn es um Wertschöpfung aus der landwirtschaftlichen Produktion geht, ist die Frage der Vermarktung zentral. Neben der klassischen Belieferung des Handels und der Verarbeitung nimmt auch die Direktvermarktung von landwirtschaftlichen Produkten immer breiteren Raum ein. Den landwirtschaftlichen Betrieben ermöglicht die Direktvermarktung eine tiefere Wertschöpfung und die Erschließung neuer Märkte“, so Landesrat Max Hiegelsberger. „Unser Ziel ist es die regionale Wertschöpfung zu erhöhen. Dadurch könnte es gelingen auch neu Arbeitsplätze zu schaffen“, so Alois Selker.

Öffentliche Einrichtungen

Laut Hiegelsberger sollen in Zukunft öffentliche Einrichtungen wie Schulen oder Altenheime aber auch Großküchen sowie Gemeinden bei ihren Veranstaltungen auf regionale Produkte setzen. Die Mehrkosten in Schulküchen sollen von den Kindern beziehungsweise ihren Eltern getragen werden. „Diese werden pro Schüler und Tag rund 20 Cent betragen“, meint Hiegelsberger. Neben öffentlichen Einrichtungen sollen auch Gastronomiebetriebe auf regionale Produkte setzten. „Wenn die Leute schon im Innviertel Urlaub machen, dann sollen sie auch regional Essen“, meint Alois Selker.

Vier Säulen

Als Fundament für die Projektumsetzung sollen vier Säulen dienen.

„Sichtbar machen“: Jeder Direktvermarkter der gefunden werden will, kann Teil eine Produzenten-Handbuches „Wie´s Innviertel schmeckt“ werden. Hier sollen alle berücksichtigt werden, die „von Erzeuger bis zum Teller“ regionale Produkte anbieten. „Zunächst werden wir rund 1000 Stück drucken lassen. Unser Ziel ist es jedoch, dass mittelfristig in jedem Innviertler Haushalt zumindest ein Exemplar des Produzentenhandbuches (Erscheinung spätestens im Herbst dieses Jahres) aufliegt“, so Ferdinand Tiefnig, Obmann der Leader-Organisation Oberinnvietel-Mattigtal. Auch soll es eine digitale Version geben.

„Von- und miteinander lernen und profitieren“: Die wesentlichen Gründe beim Verein „Wie´s Innviertel schmeckt“ dabei zu sein, wird von den aktuell 18 Mitgliedern immer wieder der Erfahrungsaustausch und der Know-how-Transfer untereinander gesehen. „Uns ist es schon klar, dass es natürlich auch unter den Direktvermarktern ein Konkurrenzdenken gibt. Das ist auch gut so, denn Konkurrenz belebt das Geschäft. Aber man kann auch voneinander profitieren. Wie zum Beispiel bei der Zusammenarbeit bei gemeinsamen Werbemaßnahmen, beim gemeinsamen Einkauf oder Dienstleistungen“, berichtet Gerold Gumpinger, Projektleiter „Direktvermarktung Innviertel - Gemeinsam Wertschöpfen“.

Neu (Markt-)Zugänge ermöglichen: Wie bereits erwähnt sollen neben den klassischen Konsumenten noch viele weitere Kundengruppen erschlossen werden. Zu diesen gehören die Gastronomie, Tourismus und Freizeitwirtschaft, Großküchen, Kantinen, Schulküchen und viele weitere. 

„Bewusstsein schaffen“: Die Bedeutung der Regionalität als wichtiger Wertschöpfungsfaktor für das gesamte Innviertel soll bewusst gemacht werden. „Hier soll bereits bei den jungen Menschen der Hebel angesetzt werden. Schulprojekte wie `Region macht Schule“ sollen fortgesetzt werden“, so Markus Wiesbauer, Geschäftsführer Leader-Organisation Mitten im Innviertel. 

Damit genügend Direktvermarkter auf den Zug aufspringen sind in den kommenden Wochen weitere Informationsveranstaltungen geplant. 

Informationsveranstaltungen

Bezirk Braunau: 13. Februar ab 19.30 Uhr  in Jeging (Mostheuriger Sagmeister in Abern 31)

Bezirk Ried: 7. März ab 19.30 Uhr im Schloss Obernberg


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