Die zentralen Aufgaben des Roten Kreuzes im Bezirk Schärding in der Corona-Krisenzeit

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Elena Auinger Elena Auinger, Tips Redaktion, 13.04.2020 07:53 Uhr

BEZIRK SCHÄRDING. Der Bezirk Schärding, ganz Österreich, die ganze Welt stehen mitten in einer der größten Herausforderungen seit Jahrzehnten. Das Rote Kreuz hat zentrale Aufgaben in der Bewältigung dieser Krise.

Von der Sicherheit der eigenen Mitarbeiter über die Probenabnahmen der Personen, die sich womöglich mit dem Coronavirus infiziert haben bis hin zur telefonischen psychosozialen Betreuung von Betroffenen organisiert der Stab des Bezirksrettungskommandos des Roten Kreuzes alle notwendigen Maßnahmen, um auf die sehr dynamische Situation immer schnell zu reagieren. „Viel Kraft wurde bereits aufgewendet, viel Kraft wird aber auch in der nahen Zukunft noch benötigt und dafür bedanken wir uns schon jetzt bei jedem Einzelnen für den großartigen Einsatz. In den letzten Wochen wurden im Roten Kreuz viele Maßnahmen gesetzt und sogar völlig neue Bereiche geschaffen, um die Angebote der Krisensituation anzupassen. Es ist schön zu sehen, dass so viele Menschen Hilfe anbieten und trotz der schwierigen Situation so tolle Arbeit leisten“, freut sich Rotkreuz-Bezirksgeschäftsleiter Florian Kurz.

Essen auf Rädern

Speziell in den Zeiten, in denen es zu massiven Veränderungen des gewohnten Alltages kommt, sind viele ältere Menschen auf die Unterstützung des Roten Kreuzes angewiesen. Gerade die Mitarbeiter im Bereich Essen auf Rädern leisten hier einen sehr wichtigen Beitrag. Die Sicherheit der Mitarbeiter ist dem Roten Kreuz dabei aber sehr wichtig. Aus diesem Grund wurden die Essen auf Rädern-Mitarbeiter mit Handschuhen und die Fahrzeuge mit Händedesinfektion ausgestattet und entsprechend geschult, zusätzlich findet kein persönlicher Kontakt mit den Klienten mehr statt, da die Essens-Boxen vor der Haustüre abgestellt und abgeholt werden. Zusätzliche Mitarbeiter vom Team Österreich unterstützen das Team von Essen auf Rädern.

Bezirksrettungskommando

Die Lage ändert sich ständig und so ist bereits seit Beginn der Krise der Stab des Bezirksrettungskommandos rund um die Uhr im Einsatz und kümmert sich um neue Entwicklungen im Bezirk Schärding. Damit der Stab immer funktionstüchtig und ausfallsicher ist, sind drei Teams mit fünf Personen am Tag und drei Personen in der Nacht im Dienst. Das Rote Kreuz Schärding unterstützt die Bezirkshauptmannschaft Schärding als technische Einsatzleitung des Katastrophenstabs der Behörde. Bezirksrettungskommandant Josef Hamedinger berichtet: „Als technische Einsatzleitung sind wir permanent in dem Stab der Behörde vertreten und stimmen unsere Maßnahmen sehr gut miteinander ab. Die Zusammenarbeit zwischen Rotem Kreuz und der BH Schärding als lokale Gesundheitsbehörde funktioniert einwandfrei.“ Das Landesrettungskommando ist ebenfalls rund um die Uhr im Einsatz und versorgt die Bezirke mit Material, Schutzausrüstung, den neuesten Informationen und Aufträgen und stellt die Rahmenbedingungen für ein sicheres und effektives Arbeiten sicher.

Rotkreuz Markt hat geöffnet

Natürlich hält sich der Rotkreuz Markt an die allgemeinen Maßnahmen: Abstand halten und Schutzmasken sind obligat. Der Rotkreuz Markt ist immer dienstags von 13 bis 15 Uhr bei der Rotkreuz-Bezirksstelle geöffnet und wird von Mitarbeitern aus anderen Leistungsbereichen mit der Unterstützung des Team Österreich betrieben.

Drive In und Abnahmeteam

Um den steigenden Bedarf an Corona-Tests und den damit verbundenen Materialbedarf entgegenzuwirken, betreibt das Rote Kreuz Schärding seit Mittwoch, 25. März einen „COVID-Drive-In“ auf dem Gelände der Firma Eurobike in St. Florian am Inn. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Gesundheitsbehörde. Zusätzlich wird für Patienten, die nicht zum DriveIn kommen können, ein mobiles Abnahmeteam betrieben, das die Testungen bei den Patienten zuhause durchführt. Getestet wird weiterhin nur, wer eine behördliche Freigabe erhalten hat. Einen Schnell-Test kann man unter covid.o.roteskreuz.at machen. Sollte man bereits unter Symptomen leiden, kann man sich bei der Gesundheitshotline 1450 melden.

Krisentelefon

Im Auftrag der Bezirkshauptmannschaft Schärding bietet die Krisenintervention des Roten Kreuzes eine kostenlose telefonische Betreuung für Personen, die sich in behördlich verordneter Quarantäne befinden, bzw. sogar an Covid-19 erkrankt sind. Die Betroffenen werden von der Krisenintervention telefonisch persönlich verständigt. Alle Fragen und Sorgen werden von der Krisenintervention behandelt und wenn nötig, an die zuständigen Stellen weitergegeben.

Außerordentlicher Zivildienst

Zur personellen Unterstützung stehen dem Roten Kreuz Schärding in den nächsten drei Monaten zusätzlich zu dem „normalen“ April-Turnus mit fünf Zivildienern noch einmal zehn weitere Zivildiener zur Verfügung. Bei fünf davon wurde der am 1. April endende Zivildienst um drei Monate verlängert, fünf weitere haben sich freiwillig zur Verfügung gestellt, um einen „außerordentlichen Zivildienst“ anzutreten. Ein historischer Moment: Die Einberufung von außerordentlichen Zivildienern hat es in der Geschichte der zweiten Republik noch nie gegeben.

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