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BEZIRK SCHÄRDING. Die Bundesregierung hat Lockerungen zu den Beschränkungen aufgrund des Coronavirus erlassen. So dürfen seit 14. April zum Beispiel kleine Geschäfte wieder öffnen, obwohl die Ausgangsbeschränkungen bis vorerst Ende April aufrecht bleiben.

Die Öffnung der Geschäfte soll schrittweise erfolgen. (Foto: Altitude Visiual/shutterstock.com)
Die Öffnung der Geschäfte soll schrittweise erfolgen. (Foto: Altitude Visiual/shutterstock.com)

Die derzeitigen Ausgangsbeschränkungen werden bis Ende April verlängert. Die eigenen vier Wände zu verlassen, ist nur aus den vier bekannten Gründen erlaubt: Arbeiten, Einkaufen, anderen zu helfen, sowie sich Beine vertreten, frische Luft schnappen bzw. Sport im Freien zu treiben.

Öffnung erfolgt schrittweise

Mit 14. April durften aber kleinere Geschäftslokale bis zu 400 Quadratmetern und Bau- und Gartenmärkte, egal welcher Größe, wieder öffnen. Ab 1. Mai sollen alle Geschäfte und Shoppingzentren sowie Friseure folgen. Alle anderen Dienstleister – darunter Gastronomie, Hotels, Kosmetik – werden frühestens mit Mitte Mai stufenweise öffnen können. Eine Entscheidung, ob dies möglich ist, wird Ende April getroffen.

Strenge Sicherheitsvorkehrungen

Alle schrittweisen Öffnungen finden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt, wie Mundschutz und limitierte Anzahl von Kunden im Geschäft. Die Verteilung des Mundschutzes erfolgt weiter über die Supermärkte. Grundsätzlich müssen sowohl Kunden als auch Angestellte in allen geöffneten Geschäften eine Maske tragen und es ist nur ein Kunde pro 20 Quadratmetern erlaubt.

Die beschlossenen Lockerungen der Bundesregierung freuen auch Schärdings Wirtschaftskammerobmann Johann Froschauer: „Die massiven Maßnahmen der Einschränkungen haben das gesundheitliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben stark getroffen. Die Lockerungen sind eine Reaktion und Konsequenz auf eine rückläufige Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus und der Findung einer Balance ohne in Panik zu geraten.“

Beginn eines Weges Richtung Normalität

Froschauer sieht in diesen Lockerungen einen zaghaften Beginn den Weg von der Notsituation in Richtung Normalität zu finden unter der Devise Gesundheit und Ökonomie aufrechtzuerhalten. „Es darf jedoch dabei nicht vergessen werden, dass Ausgangs-, Verkehrsbeschränkungen und Maskenpflicht uvm. weiterhin gelten.“

Wer profitiert, wer nicht

Von den Lockerungen profitieren jetzt kleine Geschäftslokale, die den Verkauf von Waren betreiben und Handwerksbetriebe unter bestimmten Bedingungen sowie Bau- und Gartenmärkte. „Sehr schwierig ist die Situation bei Tourismusbetrieben, Gastronomie, Reisebüros, Veranstaltungsbetrieben im Kultur- und Sportbereich, Friseure, Masseure und Fotografen sowie Dienstleistungsunternehmen im Gesundheitsbereich“, merkt Froschauer an.

Um die Krise überstehen zu können, bieten einige Gastro-Betriebe Liefer- oder Abholservice an. Aber wie meistern andere Unternehmer die Krise: Laut Froschauer durch die Inanspruchnahme und Prüfung der umfangreichen Förderangebote und Hilfsmittel des Bundes und Landes sowie die Suche nach neuen Vertriebsformen (Zustell-Abholdienste, Einstieg in Onlinehandel), Kosteneinsparungen bei Fixkosten, Abbau von Zeitguthaben und Alturlauben, Proaktive Inanspruchnahme von Stundungen und Aussetzung von Steuern, Sozialabgaben und Kreditraten, Entscheidung zur Einführung von Kurzarbeit sowie Homeoffice oder Heimarbeit.

Verunsicherung

Trotz aller Maßnahmen sind laut Froschauer viele Unternehmer verunsichert, haben Angst ihre Geschäfts- bzw. Lebensgrundlage zu verlieren und fürchten in die Pleite zu rutschen. „Zusammenhalt ist daher auf allen Ebenen gefragt, um die Wirtschaft im Kreislauf zu halten. Wir haben eine funktionierende Wirtschaft und starke Gesellschaft, die großes Bemühen und Bereitschaft besitzt, auch diese Krise erfolgreich zu bewältigen“, blickt der WK-Bezirksobmann postitiv in die Zukunft.

Tips bietet eine Online-Plattform, um regionale Unternehmen zu unterstützen:

www.kaufein-daheim.at


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