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St. Marienkirchener und seine Crew begeistern bei „Willkommen Österreich“

Omer Tarabic, 22.02.2021 12:48

ST. MARIENKIRCHEN/ LINZ. Der St. Marienkirchener Klaus Hofinger war mit seiner Partnerin Melanie Mitter und zwei Freunden in der beliebten ORF-Sendung „Willkommen Österreich“ zu Gast. Dabei haben sie das „Österreich Testet“-Portal, das wegen der hohen Kosten kritisiert wird, in weniger als einer Stunde nachprogrammiert.

Matthias Neuwersch, Klaus Hofinger, Melanie Mitter und Paul Schnetzinger waren bei Willkommen Österreich zu Gast (v. l.). (Foto: Privat)

Tips: Herr Hofinger, wer aller gehörte zur Entwicklercrew, die gemeinsam mit Ihnen in der Fernsehshow Willkommen Österreich zu sehen war?

Hofinger: Matthias Neuwersch, Melanie Mitter und Paul Schnetzinger. Wir vier haben uns an der Fachhochschule in Hagenberg kennengelernt, wo wir „Kommunikation, Wissen, Medien“ studiert haben. Melanie ist selbstständig als Designerin und arbeitet auch als Barista. Matthias und ich haben die Web-Agentur „Frischluft Medien“ in Linz und Paul arbeitet als Programmierer in Wien. Melanie (gebürtig Vorderweißenbach/Mühlviertel) und ich wohnen in St. Marienkirchen bei Schärding, Matthias in Linz und Paul in Wien.

Tips: Wie kam der Auftritt zustande?

Hofinger: Coronabedingt gibt es keine regulären Studiokarten, sondern die Studiomiete für ein paar Personen. Die hat mir meine Schwester zu Weihnachten geschenkt und ich konnte drei Freunde mitbringen. Meine erste Idee war, das „Kaufhaus Ö“ neu zu programmieren, Matthias hatte dann die Idee zu „Österreich testet“. Das war aktueller und eine Woche vor der Aufzeichnung in den Medien wegen der überhöhten Kosten in den Medien.

Tips: Sie und Ihr Team haben es geschafft, die Plattform in 50 Minuten einzurichten. Könnte diese von der Regierung verwendet werden?

Hofinger: Natürlich sind die Projekte nicht 1:1 vergleichbar. Wir haben eine Oberfläche mit einfacher Funktion gebaut, die aber viel mit „Österreich testet“ gemeinsam hat. Man müsste noch ein paar Stunden in Qualitätskontrolle und Feintuning stecken. Auch die Anbindung an externe Dienste gehört noch ergänzt. Das, was unsere Plattform können soll, kann sie aber bereits und wie man sieht, ist sie für den Live-Einsatz geeignet.

Tips: Was sind die Besonderheiten solch einer Plattform. Worauf mussten Sie achten?

Hofinger: In der kurzen Zeit war es eine Herausforderung, koordiniert zu arbeiten. Deshalb haben wir uns Arbeitspakete aufgeteilt. Absprachen waren während der Aufzeichnung natürlich schlecht möglich, das hätte man gehört. Von Anfang an haben wir darauf geachtet, dass die Plattform auch einem Besucheransturm standhält. Denn das Medienecho auf unsere Aktion war sehr gut und wir hatten mehr als tausend Besucher zeitgleich auf der Seite.

Tips: Die Herstellungskosten für die offizielle Version, die von der Regierung genutzt wird, betragen über 500.000 Euro. Hinzu kommen noch monatliche Zahlungen. Zu teuer?

Hofinger: Österreich ist sich einig, dass 500.000 Euro zu viel für so eine Plattform sind. Das kann ich aus technischer Sicht bestätigen. Ich habe viel Verständnis, dass Konzeption, Projektmanagement und sonstige Arbeiten abseits der reinen Programmierung viel Zeit benötigen und viel Geld kosten. Das kenne ich auch aus eigenen Projekten. Doch 500.000 Euro ist absolut überzogen, so viel ist definitiv klar.

Tips: Welchen Eindruck haben Stermann und Grissemann, die beiden Gastgeber der Sendung, auf Sie gemacht?

Hofinger: Beide waren total locker, die Atmosphäre am Set viel entspannter als erwartet. Sie haben sich Zeit genommen, mit uns ein paar Minuten zu quatschen.

Tips: Wie viele Leute arbeiten an der Aufzeichnung solch einer Sendung?

Hofinger: Das Team hinter der Aufzeichnung ist größer als man meint, das sieht man im Fernsehen natürlich nicht. Da stehen hinter der Kamera noch mal an die 20 Leute. Das Studio wirkt am Bildschirm riesig, in Wahrheit ist es aber auch nur ein kleinerer Saal. Alles läuft total professionell geplant ab, und doch ist die Stimmung locker. Das Team ist super eingespielt, das merkt man vor und hinter der Kamera.

Tips: Was wird Ihnen besonders in Erinnerung bleiben?

Hofinger: Ein richtiges Erlebnis war, als wir nach der Sendung noch Backstage etwas getrunken haben und dann plötzlich Michael Ostrowski, der ebenfalls zu Gast in der Sendung war, fragte, woher wir das Bier hätten. Auch Maschek, Russkaja sowie Stermann und Grissemann waren Backstage noch zum Quatschen verfügbar. Weiters haben wir Rudi Roubinek – bekannt als Seyffenstein – getroffen.


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