Friseurmeisterin dementiert Gerüchte um Schließung

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Friseurmeisterin Angelika Brandstötter (l.): „Ich schließe mein Geschäft definitiv nicht.“ (Foto: Foto: Tarabic)
Omer Tarabic Omer Tarabic, Tips Redaktion, 28.04.2021 13:51 Uhr

SCHÄRDING. Seit einigen Wochen kursiert in Schärding das Gerücht, dass Angelika Brandstötter ihr Friseurgeschäft schließt. Die Kunden bleiben zwar coronabedingt weitgehend aus, an eine Geschäftsschließung denkt die Unternehmerin noch lange nicht.

„Ich weiß wirklich nicht, woher die Gerüchte stammen. Sie sind definitiv an den Haaren herbeigezogen“, meint Angelika Brandstötter, die vor 21 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit wagte und aktuell sechs Mitarbeiter beschäftigt. Dass die derzeitige Situation für die Friseurbranche keine einfache ist, das streitet die Unternehmerin – die auf dem Schaufenster ihres Friseursalons am Unteren Stadtplatz in Schärding ein großes Plakat mit den Worten „Wo seid ihr“ angebracht hat – nicht ab.

Schwarzarbeit blüht

„Die Abstände zwischen den Friseurbesuchen werden größer. Viele wollen sich nur für einen Friseurbesuch nicht testen lassen“, berichtet die Schärdingerin. Laut der Unternehmerin ist es keine Seltenheit, dass Kunden kommen und fragen, ob ein Termin auch ohne negativen Coronatest möglich sei. Schwarzarbeit blüht „Das machen wir natürlich nicht, aber es ist schon bitter, wenn Kunden nicht kommen, nur weil sie keinen Coronatest machen wollen“, so Angelika, die berichtet, dass seit dem Beginn der Corona-Pandemie die Schwarzarbeit blüht. „Das ist kein Geheimnis, schadet unserer Branche aber extrem.“

Kurgäste bleiben aus, Hausbesuche

Für Friseure aus der Stadt Schärding kommt weiters erschwerend hinzu, dass seit dem Beginn der Pandemie die Touristen ausbleiben. „Das spüren wir gewaltig. Alleine das Ausbleiben der Kurhaus-Gäste tut uns weh. Viele verbinden ihren Kuraufenthalt immer mit einem Friseurtermin bei mir oder einem meiner Kollegen. Dieser Umsatz geht natürlich ab„, meint Brandstötter. Neben ausbleibenden Kunden sind Mobile-Friseure, die es seit dem Beginn der Pandemie gibt, für die stationären Geschäfte eine große Konkurrenz. Alleine schon aufgrund der Tatsache, dass sich die Kunden bei einem Besuch eines Mobilen-Friseurs nicht testen müssen. Wer soll in Zukunft die Lehrlinge ausbilden? „Diese Regelung verstehe ich absolut nicht. Wenn ich zum Friseur gehe, muss ich mich testen, wenn er mich in meinen eigenen vier Wänden besucht dann nicht. Oder auch, dass sich bereits geimpfte Leute nach wie vor auch testen müssen“, so die Unternehmerin. Und weiter: „Ich wurde auch schon gefragt, ob wir Hausbesuche machen. Das tun wir aber nicht. Denn wenn auf einmal alle nur mehr Hausbesuche machen, dann wird es bald keine Friseursalons mehr geben. Wer soll dann die Lehrlinge ausbilden?“, so Brandstötter.

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