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BEZIRK SCHÄRDING. Wie lange haben die Menschen darauf gewartet. Nun ist es so weit und auch die Gastronomie darf wieder öffnen. Tips hat sich im Bezirk umgehört.

  1 / 3   Die Jagdstube beim Kirchenwirt in Schardenberg kann nun wieder besucht werden. (Foto: Kirchenwirt Schardenberg)

Endlich wieder im Gastgarten sitzen, endlich wieder mit Freunden grillen, endlich wieder zur Schule und auch von Fußballmatch bis zur Blasmusik ist wieder vieles möglich. All das findet natürlich unter massiven Sicherheitsbedingungen statt. Gesetzt wird dabei auf den Grünen Zutritts-Pass. Konkret heißt das, Zutritt zu den Bereichen Gastronomie, Tourismus, Kultur und Sport gibt es nur für jene, die getestet, geimpft oder genesen sind. Man kennt das beispielsweise schon von Frisören und körpernahen Dienstleistern. Für private Treffen gelten aktuell vier Erwachsene plus Kinder im Indoor-Bereich und zehn Erwachsene plus Kinder im Freien. Große Feste und Feiern wird es aber weiterhin noch nicht geben.

Gastronomie gestartet

Jetzt dürfen sich aber vor allem einmal die Wirte freuen, dass überhaupt wieder Gäste kommen dürfen. „Das Ende des Lockdowns bedeutet, dass wir endlich wieder in Richtung 'Normalität' gehen. Neben den finanziellen Einbußen, die durch die monatelange Schließung entstanden, war es auch eine Herausforderung für unsere Mitarbeiter, die sich zum Großteil in Kurzarbeit befinden. Wir sind alle top motiviert und freuen uns schon so sehr, endlich wieder für unsere Gäste da sein zu dürfen“, freut sich Margarete Durstberger, Leiterin des Wesenufer Hotel und Seminarkultur an der Donau in Wesenufer. Ähnlich sieht es auch Christina Hofbauer, Inhaberin des Kirchenwirtes Schardenberg: „Die Gastroöffnung bedeutet für uns, dass wir endlich wieder unsere Gäste persönlich bewirten dürfen und halbwegs wieder in unserem Alltag ankommen können.“

Ausbildung für Menschen im Betreuungskontext

Trotz der schwierigen Phase des langen Lockdowns blieb diese Zeit bei Gastronomie und Hotellerie aber nicht ungenutzt. Im Wesenufer Hotel und Seminarkultur an der Donau wurden beispielsweise Menschen im Betreuungskontext weiterhin beschäftigt, geschult und ausgebildet. „So konnten wir diesen Menschen eine sinnvolle Beschäftigung und einen strukturierten Tagesablauf bieten, der besonders für Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen von großer Bedeutung während dieser herausfordernden Zeit ist. In den nächsten Wochen werden wir diese Menschen mit hoher Achtsamkeit an die gewohnten Alltagsherausforderungen in der Hotellerie heranführen“, so Durstberger.

Beim Kirchenwirt in Schardenberg blieb auch während des Lockdowns die Küche nicht kalt, denn der Abholservice wurde hier sehr gut angenommen. „Dafür möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bei all unseren Gästen bedanken. Wir persönlich haben die Zeit auch intensiv als Familie genützt, was ja in Gastrofamilien manchmal zu kurz kommt. Herausfordernd war manchmal die Leere und Stille im Gasthaus. Und leider mehr herausfordernd wird die Personalsituation in unserer Branche. Es war vorher schon schwierig, Personal zu finden und durch die lange Schließung haben leider auch noch viele in eine andere Branche gewechselt“, erklärt Christina Hofbauer.

Gute Buchungslage

Wenn Hofbauer den Blick nun in Richtung Sommer wirft, dann stimmt sie das sehr positiv: „Die Buchungslage sieht gut aus, wir freuen uns auf unsere Sommergäste. Wir haben auch viele Monteure und Geschäftsreisende als Zimmergäste.“ Auch im Wesenufer Hotel und Seminarkultur an der Donau freut man sich über eine gute Buchungslage. Allerdings zählen dazu auch viele größere Veranstaltungen und Feierlichkeiten. „Wir wissen noch nicht, ob es ab Juli Änderungen geben wird und größere Zusammenkünfte über zehn Personen wieder erlaubt sind. Diesbezüglich haben wir viele Anfragen und unsere Planung bezüglich Auslastung und Personal belastet uns massiv und erschwert die Steuerung“, gibt Durstberger zu bedenken.

Genau zu diesen Feierlichkeiten zählen selbstverständlich auch Hochzeiten, die im Moment leider noch nicht möglich sind. „Wir verstehen, dass Öffnungsschritte noch nicht im vollen Ausmaß gemacht werden können. Hochzeiten sind Feste, wo man sich nahe kommt, getanzt wird und Abstandsregeln schwer einzuhalten sind. Wir vertrauen darauf, dass die Lockerungen erfolgen, sobald dies die Gesamtsituation zulässt“, ist Durstberger hoffnungsvoll. Ähnlich sieht es auch Hofbauer, die dazu meint: „Natürlich ist es sehr schade, dass wir noch keine Hochzeiten bei uns veranstalten können, aber wir und auch viele Brautpaare hoffen auf weitere Lockerungen im Sommer, es haben viele noch nicht abgesagt.“


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