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Radwegbau zwischen Oberranna und Wesenufer: Straßensperre wird verlängert

Elena Auinger, 08.09.2021 10:52

ENGELHARTSZELL/WALDKIRCHEN AM WESEN. Aus verständlichen Gründen ist die Sperre der Nibelungen-Bundesstraße zwischen Oberranna und Wesenufer für den Lückenschluss am internationalen Donauradweg zwischen Passau und Schlögen derzeit ein intensives Gesprächsthema in den beiden Gemeinden und darüber hinaus. Eine Verlängerung der Straßensperre um zwei Wochen ist aus verschiedenen Gründen erforderlich.

 (Foto: EAuinger)
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Die Standortgemeinden Waldkirchen und Engelhartszell möchten zur objektiven Information einen Beitrag leisten und neben einigen Argumenten auch das aktuelle Gutachten des vom Land beauftragten Geologen vom 6. September 2021 vollinhaltlich zur Kenntnis bringen.

Argumente der Gemeinden für einen Radwegbau und die aktuelle Straßensperre:

  • Der Ausbau des gefährlichen Straßenstücks zwischen Oberranna und Wesenufer wird vor allem Familien mit Kindern mehr Sicherheit bringen, aber auch den Auto- und LKW-Fahrern, wenn die zahlreichen Radler nicht mehr auf der Bundesstraße unterwegs sein müssen.
  • Dieser Radweg wird nicht nur für Touristen errichtet, sondern auch für die Bewohner der Donauregion, die gerne mit „Kind und Kegel“ am Radweg unterwegs sind.
  • Der durchgehende Radweg wird beide Ufer beleben, weil die Einrichtung der Limes-Welterberunde die drei Welterbestätten in Passau, Oberranna und Schlögen und alle anderen Sehenswürdigkeiten links und rechts der Donau auf dieser Runde einbinden wird. Diese Belebung wird nicht zuletzt den Gewerbetreibenden mit all ihren Arbeitnehmern und im Besonderen der Gastronomie und Hotellerie zugutekommen.
  • Eine Baustelle im Winter wäre mit unverantwortlichen Gefahren für die Arbeiter verbunden, da Felsen bis zu einer Höhe von 21 Metern abgetragen werden müssen und auf der Donauseite steile Mauern zu errichten sind, damit der Radweg ohne Hangbrücken errichtet werden kann, weil dadurch rund zwei Millionen an Baukosten eingespart werden und die Erhaltung der Hangbrücken den Gemeinden künftig nicht zur Last fällt.
  • Zu einer mehrfach diskutierten Baustelle im Winter hält der Geologe in seinem Gutachten eindeutig fest: „Wintermonate sind für diese Arbeiten ungeeignet und würden die Bauzeit wesentlich verlängern.“
  • Was würden zudem die Autofahrer und vor allem die Lastwagenfahrer sagen, wenn sie im Winter bei Schnee und Eis die Umfahrung durch den Sauwald über Waldkirchen und St. Aegidi bewältigen müssten?
  • Außerdem weiß niemand, wie lange es die EU-Förderung „Klima aktiv“ zu den Baukosten von rund fünf Millionen Euro noch geben wird. Dabei geht es immerhin um rund 1,6 Millionen Euro. Wer sollte die dann bezahlen? Da würde diese Strecke wohl noch lange nicht ausgebaut werden und wir müssten mit den Gefahren noch viele weitere Jahre leben.
  • Wie das neue geologische Gutachten beweist, ist der Ausbau nicht nur wegen des Radweges erforderlich, sondern wegen der Sicherung des porösen Felsens oberhalb der Bundesstraße.
  • Dieses Gutachten zeigt auch deutlich auf, warum eine Öffnung der Baustelle für den Straßenverkehr derzeit unverantwortlich wäre. Zu Recht gäbe es dann größte Vorwürfe und Verurteilungen, wenn dadurch Menschen zu Schaden kämen. Alle Firmen arbeiten mit Hochdruck an der Baustelle, die sich jedoch durch wiederholte auch von Fachleuten unerwartete Fels-Ausbrüche verlängern wird. Der Geologe hält daher auch eine Verlängerung der Straßensperre um zwei Wochen für nötig.
  • Baustellen sind leider laut und Straßensperren sehr unangenehm. Das war auch beim Radwegbau Wesenufer-Schlögen so. Heute sind alle froh darüber, dass die Bundesstraße mit Radweg zu einer deutlichen Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in diesem Bereich geführt hat.

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