Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK SCHÄRDING. Kaum einer bemerkt es, aber es gibt sie: die verwilderten Hauskatzen, die sich mehr schlecht als recht durchs Leben schlagen. „Die herrenlosen Katzen kämpfen tagein, tagaus ums Überleben. Der tägliche Kampf ist kräftezehrend und gefährlich, besonders für tragende oder säugende Mutterkatzen“, erklärt Sara Rothauer, Obfrau des Tierschutzvereines mit Herz

 (Foto: Tierschutzverein mit Herz)
  1 / 2   (Foto: Tierschutzverein mit Herz)

Die oft von Krankheit und Erschöpfung gezeichneten Katzen erwarten zudem zweimal jährlich meist drei bis fünf Nachkommen. Die Geburten sind durch die geschwächten Körper oft mit schweren Komplikationen verbunden, wobei die Tiere ohne medizinische Hilfe qualvoll sterben. Überstehen sie die Geburt, stehen sie laut Rothauer vor ihrem nächsten Problem: Wie sollen sie ihren Nachwuchs ernähren und wo die Kleinen sicher unterbringen?

Streuner nicht willkommen

Streunerkatzen sind leider nach wie vor keine gern gesehenen Gäste und werden vertrieben – oder im schlimmsten Fall zusammen mit ihren Babys ermordet. Sollten die Babys nicht durch die grausame Hand eines Menschen sterben, so ist der mütterliche Versuch, ihre Babys großzuziehen, ein Drahtseilakt. Auch die männlichen Katzen sind stetig Revierkämpfen ausgesetzt, die nicht selten schwere Verletzungen zur Folge haben. Die Nahrungssuche und die Suche nach einem sicheren Unterschlupf stellen eine zusätzliche belastende Herausforderung für die oftmals sehr geschwächten Tiere dar.

Projekt „Streuner-Engel“

Parasiten und Krankheiten, die sich in Streunerpopulationen schnell ausbreiten, kosten so manchem Geschöpf sein Leben. „Wir haben die stillen Hilfeschreie der Tiere gehört und das Hilfsprojekt 'Streuner-Engel' ins Leben gerufen“, erklärt Rothauer. In diesem Hilfsprojekt werden Streunerkatzen mit Lebendfallen eingefangen, tierärztlich untersucht und, wenn nötig, medizinisch versorgt. Die Katzen werden kastriert, gechippt und gegen Parasiten behandelt. Danach werden sie noch 24 Stunden unter Beobachtung gehalten und sodann in ihrem gewohnten Umfeld wieder freigelassen. Wenn nötig, wird dort eine Futterstelle eingerichtet und es werden Menschen gesucht, die die Tiere weiterhin füttern (Futter wird vom TSV bereitgestellt) und beobachten. Die Streunerkatzen sind verwildert und können nicht sozialisiert werden, sie sind die Hand des Menschen nicht gewöhnt. Katzen, die dagegen sozialisiert sind oder noch zu sozialisieren sind (wie sehr junge Katzen) werden aufgenommen und erhalten die Chance auf eine spätere Adoption.Tragende Streunerkatzen werden immer in die Obhut des Tierschutzvereines genommen. Diese finden damit einen sicheren Ort, an dem sie ihren Nachwuchs zur Welt bringen und großziehen können. „Kleine Katzenkinderwaisen werden aus den Populationen genommen, medizinisch versorgt und aufgepäppelt – demzufolge erarbeiten wir mit den Kleinen zusammen eine Vertrauensbasis“, so Rothauer, die weiter anmerkt, „die kleinen Katzenkinder haben meist schwere Krankheiten und würden ohne unsere Hilfe wohl qualvoll sterben. Diese Arbeit ist nicht nur, wie bereits erwähnt, sehr zeit- und kostenintensiv, sondern auch kräfteraubend, ernüchternd, traurig, schmerzhaft, enttäuschend und gefährlich – aber sie ist nötig und wichtig.“

Unterstützung

Unterstützen kann man den Tierschutzverein mit Herz mit einer Spende oder man wird Streuner-Engel und unterstützt sie mit einer Patenschaft (siehe Infobox).

Spendenkonto:

IBAN: AT25 1508 0002 2109 3495

Verwendungszweck: Streuner-Engel

Streuner-Engel werden: https://tiersuche-ried.jimdofree.com/streuner-katzen/


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Taufkirchner Zimmerer geht bei Berufs-WM in Shanghai auf Medaillenjagd

Taufkirchner Zimmerer geht bei Berufs-WM in Shanghai auf Medaillenjagd

TAUFKIRCHEN/PRAM. In drei Wochen wird es für Luca Reitböck ernst: Der Zimmerer aus Taufkirchen an der Pram vertritt Österreich bei den WorldSkills ...

Tips - total regionalTheresa Senzenberger
Abenteuer Wald: 50 Kinder gingen mit Taufkirchner Jäger auf Entdeckungstour

Abenteuer Wald: 50 Kinder gingen mit Taufkirchner Jäger auf Entdeckungstour

TAUFKIRCHEN/PRAM. Auf Entdeckungstour durch die heimische Natur gingen rund 50 Kinder beim „Abenteuer Wald“ der Taufkirchner Jägerschaft. ...

Tips - total regionalTheresa Senzenberger
Slow Down: Kleinstadtkaliber veröffentlicht neue Single 

"Slow Down": Kleinstadtkaliber veröffentlicht neue Single 

MÜNZKIRCHEN. Kleinstadtkaliber meldet sich mit neuer Musik zurück: Am Freitag, 18. September, erscheint die Single „Slow Down“. Darin setzen ...

Tips - total regionalTheresa Senzenberger
Feuerwehr St. Florian am Inn sucht „Helden von morgen“

Feuerwehr St. Florian am Inn sucht „Helden von morgen“

ST. FLORIAN. Die Freiwillige Feuerwehr St. Florian am Inn lädt Kinder und Jugendliche zu einem Jugend-Schnuppertag ein. Dabei können sie die ...

Tips - total regionalSabrina Kastenauer
Wirtschaftsbund Schärding sagt „Danke“ mit kühler Erfrischung in den Betrieben

Wirtschaftsbund Schärding sagt „Danke“ mit kühler Erfrischung in den Betrieben

BEZIRK SCHÄRDING. Im Rahmen der traditionellen Eis-Aktion des Wirtschaftsbundes Oberösterreich wurden die Mitarbeiter im Bezirk Schärding ...

Tips - total regionalRosina Pixner
Wildbretplakette für Famillie Hitzinger in St. Florian

Wildbretplakette für Famillie Hitzinger in St. Florian

ST. FLORIAN/INN. Bezirksjägermeister Alois Selker überreichte der Familie Hitzinger, die den Fischer's Weinheurigen führt, die Wildbretplakette ...

Tips - total regionalRosina Pixner
Weitere Beiträge