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BEZIRK SCHÄRDING. „Mobiles Hospiz bringt Freude und Zuversicht“ ist die Kernbotschaft von Sandra Gahbauer, die nach ihrer Karenzzeit wieder als Hospizkoordinatorin beim Roten Kreuz Schärding aktiv ist.

 (Foto: ÖRK Schärding)
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Seit Anfang April ist Sandra Gahbauer nach ihrer Karenzzeit wieder zurück in ihrer Tätigkeit als Hospizkoordinatorin des Roten Kreuzes Schärding. Gemeinsam mit Andrea Hartinger unterstützt und führt sie das Team der ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter. „Ich sehe das Wertvolle in der Tätigkeit des freiwilligen Rotkreuz Hospizteams in den kleinen Gesten, die während den Begleitungen passieren. Manchmal braucht es nicht viel, um lebenswerte Momente zu schaffen. Da sein, zuhören, zugewandt sein – das erzeugt Augenblicke der Freude und der Zuversicht“, so Sandra Gahbauer.

Veränderungen sind schwer anzunehmen

Anhand des folgenden Erfahrungsberichtes einer Angehörigen wird sichtbar, wie unsagbar groß manch kleine Geste sein kann: „Früher, da hatte meine Mama einen kleinen Pregarten. Ihr ganzer Stolz waren ihre üppig gefüllten Blumenbeete. Nach dem kahlen und frostigen Winter sprühte jedes Jahr sichtlich das Glück aus ihr, wenn die ersten Blumen der Sonne ihre Köpfe entgegenstreckten. In der warmen Jahreszeit verging kein Tag, an dem sie nicht in ihrem Garten war. Mit zunehmendem Alter wurde es immer beschwerlicher für sie, die vielen Pflanzen zu versorgen. Weil ich ja wusste, mit welcher Freude sie ihre Blumen erfüllten, versuchte ich ihr, zumindest ab und zu bei der Gartenarbeit zu helfen. Wir genossen diese gemeinsame Zeit, auch wenn wir oft nur still nebeneinander vor uns hin gartelten. Lange ging es meiner Mama gut, bis sie eines Tages einen Schlaganfall erlitt. Eine halbseitige Lähmung, Probleme beim Sprechen und starker Schwindel machten eine Pflege zu Hause für mich unmöglich. Schweren Herzens brachte ich sie in einem Altenheim unter. Da meine Mama sehr unter der Situation litt und ihr Allgemeinzustand schlecht war, empfahl man mir eine Begleitung durch eine ehrenamtliche Mitarbeiterin vom Mobilen Hospiz des Roten Kreuzes. Beim ersten Kennenlernen erzählte ich von meiner Mutter und auch von ihrer Liebe zu den Blumen. Von da an brachte ihr die Hospizmitarbeiterin bei jedem Besuch ein paar Blumen aus dem eigenen Garten oder eine Gartenzeitschrift mit. Auch wenn es für sie schwierig war miteinander zu sprechen, so fanden die beiden über die Blumen eine gemeinsame Sprache. Und die Hospizmitarbeiterin schaffte es, jede Woche ein Lächeln auf Mamas Lippen zu zaubern.“

Es gibt Unterstützung

So wie diese Angehörige von der Begleitung ihrer Mutter erzählt, erleben es auch andere, die von einem freiwilligen Mitarbeiter des Mobilen Hospiz begleitet werden. „Wir versuchen immer wieder in Erinnerung zu rufen, dass es in den schwierigen Zeiten eines Verlustes und des Abschiednehmens Menschen gibt - wie unsere freiwilligen Hospizmitarbeiter, die Betroffene und ihre Angehörigen unterstützen und für sie da sind“, erläutert Sandra Gahbauer und meint weiter, „Die Türen für unsere vielfältigen Angebote stehen jedem offen. Alle Angebote des Mobilen Hospiz des Roten Kreuz sind kostenlos.“

Nähere Informationen zu den Angeboten oder über eine ehrenamtliche Tätigkeit erhält man telefonisch unter 07712/2131-107 wie auch per Mail bei andrea.hartinger@o.roteskreuz.at und sandra.gahbauer@o.roteskreuz.at.


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