Rehkitzrettung: Moderner Drohneneinsatz soll Tierleid verringern
RAINBACH/BEZIRK SCHÄRDING. Gerade im Mai ist die Setzzeit vieler heimischer Wildtiere wie Feldhasen, Fasane, Rebhühner oder auch Rehkitze. Weil sich die Muttertiere in dieser Zeit häufig ruhige Plätze, etwa in hohen Wiesen, suchen um ihren Nachwuchs zu gebären, kommt es häufig zu tödlichen Unfällen bei Mäharbeiten. Um dieses Risiko zu minimieren, setzen immer mehr Jägerschaft auf einen modernen Drohneneinsatz.

Während man bislang vor allem versucht hatte die Tiere zu vergrämen oder die Wiesen vor der Mahd zu Fuß mit Jagdhunden abzusuchen, hat in den letzten Jahren die Rehkitzrettung mittels Drohnen erheblich an Relevanz gewonnen. Dadurch kann nicht nur das Tierleid verhindert werden, sondern es ergeben sich auch Vorteile für die Landwirtschaft. Vor allem die Vermeidung von Botulismus bei Rindern, also die Vergiftung durch Tierkadaver im Futter, ist hier ein wichtiger Faktor.
Deshalb hat nun auch die Jagdgesellschaft Rainbach in eine Drohne investiert. „Die Drohne hat sich als bahnbrechende Technologie erwiesen, die unsere Effizienz bei der Suche während der Mähzeit steigert und somit Tierleid verhindert“, begründet Jagdleiter Alois Wallner die Entscheidung. Mit Wärmebildkameras und hochauflösenden Sensoren ausgestattet, können die Drohnen über landwirtschaftlichen Flächen, deren GPS-Daten vor dem Einsatz in der Drohne programmiert wurden, fliegen und dabei den Jägern hilfreiche Informationen liefern. Ist ein Kitz dann lokalisiert, wird ein Rettungsteam alarmiert, um das Tier sicher zu bergen und während der Mäharbeiten geschützt zu verwahren, um es anschließend wieder an einem sicheren Ort freizulassen, damit es von Muttertier wieder abgeholt werden kann.
Diese neuartige innovative Technologie stellt damit eine Win-Win-Win-Situation für Landwirtschaft, Jagd und Tierwohl dar.


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