Inklusives Tanzprojekt der besonderen Art an der Mittelschule Andorf
ANDORF. Mitreißend, berührend und inspirierend – das inklusive Kunstprojekt Mellow Yellow machte an zwei Tagen Station an der Mittelschule Andorf und hinterließ bleibende Eindrücke bei den Schülern der 2C und 2D-Klassen und deren Lehrkräften.

Im Zentrum des Projekts steht der Anspruch, Diversität, Inklusion und künstlerische Offenheit zu einer gelebten Praxis im Schulalltag zu machen – und das auf kreative, spielerische und bewegte Weise.
Der aus Andorf stammende Choreograf, Tänzer und Musiker Simon Mayer brachte gemeinsam mit der Wiener Performerin Vera Rosner, die im Rollstuhl tanzt, ein fünfstündiges Workshop-Format mit, das seinesgleichen sucht. In einem Mixed-Abled eröffneten sie den Schülern neue Perspektiven auf Kunst, Bewegung – und aufeinander.
Bereits der Einstieg mit einer kurzen Performance riss die Jugendlichen mit: Danach konnten sie Fragen stellen, ausprobieren, erleben – und über sich hinauswachsen. In angeleiteten Gruppenübungen lernten sie, was es bedeutet, mit und nicht nur neben Menschen mit Behinderung zu leben und zu tanzen. Skepsis und Unsicherheit wichen rasch echtem Interesse, Empathie und Begeisterung.
Ein besonderer Höhepunkt: Die Kinder komponierten eigene Musikstücke und entwickelten kreative Tanzsequenzen, bei denen auch der Rollstuhl zum tänzerischen Ausdrucksmittel wurde.
Begleitet und intensiv vorbereitet wurde das Projekt von den beiden Klassenvorständinnen Astrid Lehner und Katharina Kleinpötzl, die mit ihrem Einsatz dafür sorgten, dass diese besonderen Tage mehr waren als ein Workshop – sie wurden zum Erlebnis, das Werte wie Offenheit, Respekt und Miteinander auf künstlerischem Weg begreifbar machte.


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