525 Jahre alte Kreuzgruppe in Engelhartszell restauriert
ENGELHARTSZELL. Im Jahre 1590 wurde in Engelhartszell am Fallauerbach eine Kapelle errichtet und mit einer lebensgroßen spätgotischen Kreuzgruppe aus etwa 1500 ausgestattet. 1957 wurde die Kapelle von einem Lastwagen so schwer beschädigt, dass sie abgerissen werden musste.

1961 wurde von der Marktgemeinde Engelhartszell die neue Fallauerkapelle im Donaumarkt für die Kreuzgruppe als Gedächtniskapelle an die 20 Personen beim Bau des Grenzkraftwerkes Jochenstein tödlich Verunglückten, gesegnet. Bedienstete der Donaukraftwerk Jochenstein AG, die das erste österreichisch-deutsche Donaukraftwerk in den Jahren 1952 bis 1956 erbaut hatten, legten damals für ihre verunglückten Kollegen einen Kranz am Gedenkstein bei der Kapelle nieder.
Der Verein „Kultur & Tourismus an der Donau in Engelhartszell“ koordinierte in den vergangenen Monaten die notwendige Restaurierung und Finanzierung der 525 Jahre alten Figurengruppe. Die Arbeiten wurden fachgerecht von der Firma Hebenstreit-Wirlitsch aus Wolfsegg heuer durchgeführt. Die Finanzierung konnte durch folgende Förderungen und Spenden sichergestellt werden: Förderungen durch das Bundesdenkmalamt, das Land Oberösterreich, die Marktgemeinde Engelhartszell und durch Spenden der Verbundgesellschaft Jochenstein, der Katholischen Frauenbewegung, der Katholischen Männerbewegung und der Dirndl-Goldhauben- und Männertrachtengruppe Engelhartszell. Bürgermeister Roland Pichler bedankte sich bei den großzügigen Spendern, welche die Restaurierung der Kreuzigungsgruppe ermöglicht haben. Die Generalsanierung der dann 65 Jahre alten Fallauerkapelle ist im Laufe des Jahres 2026 geplant.


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